Wochenspiegel
„Wasser in die Stadt“: Womit beim nächsten Teil zu rechnen ist
Diesen Sommer wird es wohl noch nichts mit der Planscherei neben dem Neustadter Rathaus – und auch nicht im nächsten. Es sei denn, jemand startet auf dem Juliusplatz kurzerhand eine Wasserschlacht mit Wasserbomben und Super Soakers. Für alle Nichtkenner: Das sind große Wasserspritzpistolen, die vor allem Kindern der 90er eine Menge Spaß und nasse Klamotten bereitet haben. Bis Kinder (und Erwachsene) sich an und in der Anlage vom nächsten Abschnitt des von der Bürgerstiftung und Lions Club angeregten Projekts „Wasser in die Stadt“ abkühlen dürfen, wird es wohl 2024. Denn beginnen werden die Bauarbeiten erst im kommenden Jahr – sofern die europaweite Ausschreibung erfolgreich ist und ansonsten auch alles hinhaut mit Lieferzeiten et cetera.
Schon jetzt steht fest: Ganz so langwierig wie beim ersten Abschnitt zwischen Elwetritschebrunnen und Hauptstraße wird es auf dem Juliusplatz nicht. Neun Monate sollen die Bauarbeiten dauern, sofern die Überraschungen dieses Mal ausbleiben. Man erinnere nur daran, dass in der Laustergasse mehr alte Fundamente und Steinreste im Untergrund gefunden worden waren als ursprünglich gedacht. Zudem haben sich dort wiederholt Vandalen ausgelebt. Und dann noch das Warten auf die nächste Lieferung der Steine.
Noch keine Lösung für „Causa Alge“
Ein Problem, das hingegen erst im Betrieb auftauchte, waren die Algen, die das Wasser beziehungsweise die Steine immer wieder grün färbten. Es ist damit zu rechnen, dass auch die neue Anlage davor nicht gefeit sein wird. Auch wenn das Grün laut Stadt nicht schädlich ist, ärgerlich ist es allemal. Der städtische Bauhof kann sich also schon jetzt darauf einrichten, nicht nur in der Laustergasse, sondern in Zukunft auch am Juliusplatz alle paar Tage mit dem Hochdruckreiniger anrücken zu müssen. Denn einen Ansatzpunkt, um das Algenwachstum zu hemmen, gibt es laut Stadt bislang noch nicht. Und es dürfen keine Produkte zugeführt werden, die nicht vollständig biologisch abbaubar sind, da das Wasser ja in den verrohrten Speyerbach zurückgeführt wird.
Bevor der Hochdruckreiniger zum Einsatz kommt, wird es erst einmal laut werden am Rathaus. Das wird den Gastronomen auf dem Marktplatz genauso wenig schmecken wie so manchem Mitarbeiter im Rathaus. Welch Glück für Oberbürgermeister Marc Weigel, dass sein Blick auf den Marktplatz fällt, wenn er aus dem Bürofenster schaut, und nicht auf den Juliusplatz. Stichwort Lärmbelästigung. Wenn sich die restlichen Mitarbeitenden der Verwaltung mit Büros im westlichen Teil des Gebäudes Tipps geben lassen wollen, wie man bei Baulärm ruhig und konzentriert arbeitet: Die Redaktionsmitglieder der Mittelhaardter Rundschau wissen aus eigener Erfahrung, dass es gar nicht so ... Ach, nun, da können wir jetzt leider auch nicht weiterhelfen.