Meckenheim
Warum ein Feuerwehrmann aus Eisen vor dem Meckenheimer Gerätehaus Wache hält
Erschaffen hat die Figur Gerd Metz aus Meckenheim. „Die Idee dazu ging vom Förderverein der Meckenheimer Feuerwehr aus“, teilt der Hobbykünstler mit. Angesichts des 170-jährigen Bestehens der Wehr habe man sich im Vorfeld überlegt, der Feuerwehr ein Geschenk zu machen.
Metz hatte schon einmal eine kleinere Version eines Feuerwehrmannes gestaltet, die auf seiner Homepage und in seinem Flyer zu sehen war. Daraufhin wurde er angesprochen, ob er so etwas auch größer machen könne – in einer lebensgroßen Version, die vor dem Gerätehaus auf einem kleinen Podest ihren Platz finden sollte.
Ein Wildschwein für den Garten
„Wie zu sehen ist, wurden wir uns einig“, freut sich Metz, der mit seinen dekorativen Rostfiguren regelmäßig auf dem Meckenheimer Pflanzenmarkt zu finden ist. Als Dekoration für Gärten und Vorgärten kann das mal ein kapitaler Keiler, ein stolzer Hahn oder auch ein kleines Eichhörnchen sein. „Die Vorarbeiten beginnen in so einem Fall meist schon zwischendurch, während ich noch bei einem anderen Objekt bin. Dazu gehören Studien des geplanten Objektes, Entwürfe und Skizzen zu Details“, erklärt Metz.
An dem Feuerwehrmann habe er in seiner Werkstatt fast drei Monate lang gearbeitet. Verwendet hat er dafür Schwarzeisen in Form von Rund- und Flacheisen sowie zwei Millimeter dicken Blechen. Durch Biegen, Formen, Zusammenschweißen und Abschleifen dieses Materials habe er dann versucht, die Form seiner Skizzen, Entwürfe und Vorstellung zu erreichen, so Metz. „Manchmal kann es dauern, bis sich Vorstellung und Realität angenähert haben“, bekennt er.
Figuren rosten natürlich
„Meine Figuren sind unbehandelt. Der Rost entsteht natürlich und nicht durch aufgetragene Farbe oder Spray“, betont der Hobbykünstler. Frisch fertiggestellte Figuren würden anfangs noch das blanke Metall zeigen, was sich nach ein paar Tagen im Freien jedoch ändere. Bei feuchter Witterung gehe das etwas schneller, bei andauernder Trockenheit langsamer. Beim Aufstellen sei zu beachten, dass bei heftigem Regen auch mal etwas Rost abgewaschen werden könne, der auf dem Untergrund Spuren hinterlasse.
„Es hat mir richtig Spaß gemacht, für so eine wichtige Institution wie unsere Feuerwehr etwas machen zu dürfen“, resümiert Metz. Wie bei der Jubiläumsveranstaltung Anfang Mai angekündigt, hat er den Betrag, der für seine Arbeit vereinbart war, in voller Höhe dem Förderverein der Feuerwehr gespendet.