Neustadt
Amalienstraße: Müllsünder sorgen für Ärger an Großbaustelle
Seit März 2025 wird die Amalienstraße als wichtige Verkehrsachse aus Richtung Tal saniert. Etwa die Hälfte der Arbeiten sind indes erledigt, bis zum April 2027 soll alles fertig sein. Die Vollsperrung ist ein Stresstest fürs Neustadter Straßennetz, das unter dem Ausweichverkehr leidet – aber auch ein Umstand für Anwohner, die derzeit in einer Großbaustelle wohnen. So wird etwa ihr Müll nicht mehr vor der Haustür abgeholt, sondern muss gesammelt an der Ecke Amalienstraße/Luisenstraße zur Abholung bereitgestellt werden.
Anwohner berichten der RHEINPFALZ von Unrat und Sperrmüll, der an der Sammelstelle neben die regulären Mülltonnen gestellt werde und damit das Straßenbild verunstalte. „Leider kein Einzelphänomen“, schreibt die Stadt auf RHEINPFALZ-Anfrage. Zweimal habe die Verwaltung bisher Meldungen zu Ablagerungen in der Luisenstraße erhalten – von Sperrmüll über Farbeimer bis zu geschlossenen Müllsäcken. Einmal musste demnach Sperrmüll und einmal sonstiger Unrat abgeholt werden. Gleichlautende Hinweise seien im selben Zeitraum für die Baustellen in der Gipserstraße zwischen Amalienstraße und Talstraße sowie der Fröbelstraße gemeldet worden, dort wurde je einmal illegaler Müll beseitigt. „Auch bei früheren Maßnahmen blieb dieses Phänomen nicht aus.“
Verursacher bleiben unbekannt
Die Standorte für die Müllabholung während Bauarbeiten werden laut Stadt mit Schildern wie „Stellplatz Mülltonnen für Abholung“ gekennzeichnet. Bezeichnungen wie „Müllsammelplatz“ würden absichtlich vermieden, „da dies als Aufforderung verstanden werden könnte“. Die Verwaltung sieht „die Problematik auch darin, dass Müll dort entsorgt wird, wo bereits Müll vorhanden ist“. Dies sei ebenso an Altkleidercontainern oder öffentlichen Mülleimern zu beobachten.
Mittlerweile gebe es „ein gut eingespieltes Konzept für die Beseitigung von wildem Müll“, sagt die Stadt. Kleinere Mengen würden oft schon von der Straßenreinigung mit aufgenommen und entsorgt, auch der Umwelttrupp, die Abteilung Stadtbild und Grün und der Wertstoffhof unterstützen den Eigenbetrieb Stadtentsorgung (ESN). Wer seinen Müll illegal ablädt, kann die Stadt nicht sagen. Gegen einen unbekannten Verursacher könnten entsprechend keine Bußgelder verhängt werden. „Eine Überwachung rund um die Uhr ist nicht durchführbar.“
Hinweise über Meldoo
Daher seien Stadt und ESN dankbar für Hinweise, um schnellstmöglich tätig zu werden, „bevor weitere Gegenstände abgeladen werden“. Bürger könnten Probleme unkompliziert über den Mängelmelder Meldoo mitteilen, am Smartphone oder am Computer unter www.neustadt.eu/meldoo.