Neustadt
Verkehrsregelung vom Hambacher Schloss bleibt bestehen
Das Hambacher Schloss ist ein interessantes Ziel für Touristen und andere Besucher. Die Menschen in Hambach müssen indes auch mit den Schattenseiten dieser Attraktion oberhalb ihres Dorfes leben, dem Verkehr. Im Mai vergangenen Jahres wurde deshalb nach einem Beschluss des Ortsbeirats ein Verkehrsversuch gestartet, der Entlastung bringen sollte.
Das zentrale Problem war, dass ein großer Teil der Fahrzeuge, die vom Schloss kamen, nicht über den Triftbrunnen- und Römerweg fuhren, sondern die Bergstein- und die Freiheitstraße nutzten. Etwa die Hälfte des Verkehrs floss darüber ab, wie Verkehrszählungen ergaben. Darunter waren auch Wohnmobile. Doch die Freiheitstraße im historischen Ortskern ist nicht darauf ausgelegt, dass sich breitere Fahrzeuge begegnen. Erschwerend kommt hinzu, dass es dort auch keine Rad- oder Gehwege gibt, Fußgänger und Radfahrer also umso stärker gefährdet sind.
Anwohner sprechen von Entlastung
Der Verkehrsversuch sollte den Verkehr vom Schloss deshalb zwingen, erst den Triftbrunnen- und dann den Römerweg zu nehmen. Dafür wurde die Straße Schieferkopf ortseinwärts zur Einbahnstraße, die für Fahrradfahrer geöffnet ist. Auch die nächste Abzweigung vom Triftbrunnenweg in die Bergsteinstraße wurde mit einem Einfahrtsverbot belegt, ausgenommen sind Radfahrer und der Linienverkehr.
Diese Regelung habe sich bewährt, sagt Hambachs Ortsvorsteher Pascal Bender. Bewohner der Bergstein- und der Freiheitsstraße hätten ihm berichtet, dass sie die Entlastung spürten. Deswegen hat der Ortsbeirat am Donnerstagabend dafür gestimmt, aus dem Verkehrsversuch eine dauerhafte Regelung zu machen. Das Votum fiel bei einer Enthaltung einstimmig aus. Bender sagte im Nachgang, es sei sicher keine Lösung, die jeden zufriedenstelle, aber die werde es auch nicht geben. „Wir haben keine sinnvolle Alternative zu der jetzigen Regelung gesehen.“ Das sieht auch die Stadtverwaltung so, die dafür auch Verkehrszählungen aus dem Mai und Juni dieses Jahres anführt.
Nur anfangs Beschwerden
Der Ortsvorsteher berichtet, dass es zuletzt keine Beschwerden mehr gegeben habe. Das sei lediglich am Anfang der Fall gewesen. Man sei seinerzeit mit den Bürgern ins Gespräch gegangen und habe da festgestellt, dass es sich meist um Missverständnisse oder Unsicherheiten gehandelt habe. Das hat mit einer Regelung zu tun, die nicht direkt mit dem Verkehr vom Schloss zusammenhängt. So wurde auch an der Einmündung der Bergstein- in die Freiheitstraße ein Einfahrtsverbot verhängt, versehen mit den Zusatzpiktogrammen „Lkw“ und „Busse“. Bürger hätten sich daraufhin gefragt, ob sie noch Öl oder Möbel geliefert bekommen könnten, berichtet Bender. Das sei aber ohne Probleme möglich, die Lieferfahrzeuge müssten dann aber eben das Gebiet über den Triftbrunnenweg verlassen. Andere Anwohner hätten geglaubt, dass sie mit ihren Autos die Freiheitstraße Richtung Osten nicht mehr nutzen dürften, was aber weiterhin möglich ist. Als diese Dinge geklärt waren, „sind die Beschwerden sehr schnell abgeebbt“, sagt Bender.