Neustadt Tötungsdelikte in Neustadt: Ermittlungen dauern an
Im Februar haben gleich zwei Tötungsdelikte die Menschen in Neustadt erschüttert. Am 21. Februar war eine als vermisst gemeldete 50-jährige Frau in Mußbach im Keller eines Mehrfamilienhauses gefunden worden, in dem sie wohnte. Die Obduktion hatte ergeben, dass sie an einer Schädelverletzung gestorben war. Ein 68-Jähriger gilt als mutmaßlicher Täter. Er sitzt noch immer in Untersuchungshaft, wie der Leitende Oberstaatsanwalt Hubert Ströber auf Anfrage mitteilt. Mitte März war er in Lübeck festgenommen worden. Zuvor war ein 49-Jähriger Mann verdächtigt worden, er wurde jedoch wieder frei gelassen. „Beide Männer waren von Anfang an tatverdächtig, jedoch hat sich der Verdacht gegen den 68-Jährigen im Lauf der Ermittlungen deutlich verstärkt“, so Ströber. Aus welchem Grund der Mann nach Lübeck gereist war, sei Gegenstand der Untersuchungen.
Im Fall der getöteten 72-Jährigen aus Neustadt seien die Ermittlungen ebenfalls noch nicht abgeschlossen. Ihr 81-jähriger Ehemann war festgenommen worden und sitzt ebenfalls in Untersuchungshaft. Er soll seine Frau erschlagen haben. Laut Staatsanwaltschaft und Polizeipräsidium Rheinpfalz hatten Nachbarn der Polizei am 24. Februar einen Streit gemeldet. Eine bevorstehende Trennung soll der Auslöser gewesen sein. Die Polizei fand die schwerverletzte Frau in der Wohnung, in der sich auch der Ehemann aufhielt. Trotz Hilfsmaßnahmen überlebte sie nicht. „Es handelt sich um Haftsachen, die mit Hochdruck bearbeitet werden“, betont Ströber.