Neustadt
Rheinland-Pfalz-Tag: So wird für ein sauberes Stadtbild gesorgt
Die heiße Phase hat längst begonnen: Trotzdem nehmen sich Oliver Immig, Abteilungsleiter Stadtbild und Grün, Thomas Großkopf (Sachgebietsleiter Grünflächenunterhalt), Franz Linden (Sachgebietsleiter Straßenreinigung) und Holger Blaufuß, Abteilungsleiter Abfallwirtschaft beim Eigenbetrieb Entsorgung (ESN), Zeit für ein Gespräch mit der RHEINPFALZ. Sie haben seit Wochen alle Hände voll zu tun, damit in Neustadt rund um den Rheinland-Pfalz-Tag die Müllabfuhr funktioniert und in Sachen Straßenreinigung alles klappt.
Denn das Thema Sauberkeit ist bei einer dreitägigen Großveranstaltung mit rund 225.000 Besuchern keine triviale Angelegenheit. Zumal das übergeordnete Abfallkonzept vom Land stammt, die Staatskanzlei hat bei der Festorganisation den Hut auf. Die Neustadter Vertreter sorgen dafür, dass vor Ort auch alles wie gewünscht funktioniert.
300 Mülltonnen auf Festmeile
Um die Abfallmengen der Besucher vernünftig sammeln zu können, werden auf der Festmeile 300 Mülltonnen aufgestellt, erläutert Linden. Spannend wird die Aufgabe für die städtischen Mitarbeiter, da sie die besonderen Einfahrtsregelungen und -zeiten in der Kernzone des Fests auch beachten müssen. „Wir können nur dann die Straßen reinigen und die Papierkörbe leeren, das wird sportlich“, verdeutlicht Immig die Herausforderung. Die Abteilung greift dabei nur auf eigene Kräfte zurück. Die Mitarbeiter seien entsprechend instruiert und auch motiviert. Jeder wolle zeigen, dass „wir das wuppen können“, so Großkopf.
Die Straßenreinigung wird komplett im Einsatz sein. 14 Mitarbeiter seien verplant, erläutert Linden. Die Kehrmaschine werde fahren, zudem werden zwischen 15 und 21 Uhr zwei Kolonnen auf dem Fest sein. „Sie greifen ein, wo sie etwas sehen“, so Immig. Es gebe ferner einen Bereitschaftsdienst, falls auch mal nachts ein Mülleimer überquelle. Es sei viel zu tun. Vor allem auch im Vorfeld. Denn da die Innenstadt komplett als Veranstaltungsfläche gelte, müssten überall Palmen, Mülleimer und Fahrradständer abgebaut und im Bauhof zwischengelagert werden. Und nach dem Fest wird alles wieder aufgebaut werden. Beim Bachlauf von Wasser in die Stadt gibt es noch einmal eine Sonderreinigung, damit alles schön aussieht. Auch das Bepflanzen der Kreisel sei extra auf Mitte Mai gelegt worden – damit zum Landesfest alles bunt erstrahlt.
Neue Zeiten bei Müllabfuhr
Der ESN hat mit den Abfuhrunternehmen alles so geregelt, dass in den drei Kernzonen des Festbereichs die Tonnen und Müllbehälter früher als üblich, also zwischen 5 und 7 Uhr abgeholt werden. Denn auch die Müllfahrzeuge müssen sich an die Spielregeln der Einfahrtsbestimmungen halten. „Daher sind bis zum 28. Mai auch keine Nachfahrten möglich. Wer eine Leerung verpasst, muss dann bis zum nächsten Termin warten“, so Blaufuß. Bürger sollen geleerte Tonnen auch bitte gleich zurückstellen, „damit wir ein schönes Bild in der Innenstadt haben“. Die Umorganisation sei sportlich. Zumal in der Woche nach dem Rheinland-Pfalz-Tag ein Feiertag ist, weswegen sich dort die gewohnten Abfuhrtage etwas verschieben. „Alle Infos stehen aber im Abfallkalender“, betont Blaufuß. Mit der Leerung der 300 Tonnen auf dem Festgelände habe das Land ein Unternehmen beauftragt.
Großkopf ergänzt, dass die Herausforderung bei der Großveranstaltung auch darin besteht, dass das „normale“ Geschäft der Abteilung weitergeht: So sorgen Großkopf und sein Team dafür, dass auch bei Grünflächen und Spielplätzen (etwa dem Abenteuerspielplatz) abseits der Festmeile an den Landesfest-Tagen die Mülleimer geleert werden und alles ordentlich ist. Wer diese Bereiche aufsuche, habe ja auch Anspruch auf ein gutes Erscheinungsbild. Immig spricht von einer hohen Zusatzbelastung, da das Bearbeiten der Beschwerden über die Meldoo-App ja auch kontinuierlich erledigt werden müsse. „Es ist einfach extrem viel zu regeln“, betont Immig. Aber er sei zuversichtlich, dass alles funktionieren wird: „Wir wollen uns und die Stadt ja gut darstellen.“


