Neustadt RHEINPFALZ Plus Artikel Mandelblüte: Wünsche für die beiden Festwochenenden

Genuss auf der Mandelmeile: Besucher aus Bad Dürkheim und Mannheim genießen den sonnigen Donnerstag mit einem Picknick.
Genuss auf der Mandelmeile: Besucher aus Bad Dürkheim und Mannheim genießen den sonnigen Donnerstag mit einem Picknick.

Seit Donnerstagmittag steht fest: Das Mandelblütenfest 2024 findet vom 8. bis zum 10. März und vom 15. bis zum 17. März statt. Warum die Stadt Neustadt an ihrem neuen Festkonzept festhält und welche Wünsche die Gimmeldinger für die beiden Festwochenenden haben.

Es bleibt dabei: Das Mandelblütenfest wird auch 2024 wieder an zwei Wochenenden gefeiert. Diese Neuerung von 2023 habe sich bewährt und helfe dabei, die Besuchermassen besser zu steuern und das Weindorf zu entlasten. Die Organisatoren unter Federführung der Stadt Neustadt hatten damit auf Erfahrungen von 2019 reagiert, als 29.000 Besucher auf die Festmeile geströmt waren. Die Folge waren Verkehrsbehinderungen, Wartezeiten und viel Unzufriedenheit. Nach der Corona-Zwangspause ging es im Vorjahr mit dem Fest wieder richtig los. Und es gab – auch dank der Verteilung auf zwei Wochenenden – am Ende nur zufriedene Gesichter.

Darauf hofft Gimmeldingens Ortsvorsteherin Claudia Albrecht auch für dieses Jahr. „Selbstverständlich freue ich mich“, sagte sie am Donnerstagnachmittag auf Anfrage. Sie wird das Fest zum letzten Mal als Ortsvorsteherin begleiten, da sie im Juni nach dann zehn Jahren im Amt nicht wieder antreten wird. „Ich hoffe, dass alles gut laufen wird“, meinte Albrecht. Den Termin – 8. bis 10. und 15. bis 17. März – hält sie für optimal. Aktuell sei es noch etwas zu kalt, und ein späterer Termin scheide aus, „weil die Blüte dann rum ist“. Auch die Stimmung in der Ausschankgemeinschaft und beim Organisationsteam fürs Mandelblütenfest sei angesichts des guten Wetters und der guten Bedingungen „hervorragend“. Ohnehin lobt Albrecht das gute Miteinander bei der Vorbereitung. „Wir stehen in den Startlöchern.“

Appell an Besucher

Damit auch die Besucher Gimmeldingens sowie die Bewohner des Weindorfs die kommenden Wochen rund um die Mandelblüte genießen können und sich über nichts ärgern müssen, hat die Ortsvorsteherin eine große Bitte: „Die Gäste sollen zivilisiert parken.“ Jeder solle bitte nur die ausgewiesenen Stellplätze ansteuern. „Gelingt das, haben die Anwohner weniger Stress.“ Ihre Bitte gelte ausdrücklich sowohl für die beiden Festwochenenden als auch an den Werktagen, „denn wir haben ja jetzt schon viele Besucher auf der Mandelmeile“. Dem Appell von Albrecht schließt sich Matthias Frey, Vorsitzender des Verkehrs- und Verschönerungsverein Gimmeldingen, an. „Ich freue mich immer auf das Fest und die Mandelblüte. Es ist doch schön, wenn sich so viele Leute an unserer Natur und unserem Wein erfreuen. Das ist für uns in Gimmeldingen beste Werbung“, so Frey. Umso wichtiger sei es, dass sich alle an die Spielregeln hielten. Dann könnten auch die Anwohner mit dem Trubel leben: „Wir wollen ja gute Gastgeber sein. Die Belastung ist nur für eine überschaubare Zeit.“

Engstellen vermeiden

Der Verkehrs- und Verschönerungsverein übernimmt wieder die Bewirtung am König-Ludwig-Pavillon: „Das ist ein beliebter Treffpunkt.“ Den Festtermin hält Frey für sinnvoll. „Wenn man sieht, wie schon alles blüht, gehen dieses Jahr keine anderen Wochenenden.“ Dass es aus Gimmeldingen auch Kritik gibt, dass die Ausschankstellen überwiegend erst ab Montag öffnen dürfen, kann Frey zum Teil verstehen. Man diskutiere über das Thema schon länger. Die Stadt verweise auf entsprechende Vorgaben. Frey könnte mit „etwas mehr Flexibilität“ leben, dass diejenigen, die alles organisieren können, auch früher ausschenken dürfen: „Denn wir wollen das Fest ja entzerren.“

Die Blüten locken schon viele Besucher an.
Die Blüten locken schon viele Besucher an.

Diesem Punkt trage man mit der Erweiterung des Fests auf zwei Wochenenden sowie der Einbettung der Aktivitäten in die Pfälzer Mandelwochen Rechnung, heißt es von der Stadt. Man freue sich auch, dass schon seit Tagen viele Besucher auf der Mandelmeile unterwegs seien, um die blühenden Bäume zu bestaunen. Daher halte man am 2023 eingeführten Konzept fest. Dazu gehört auch, dass die Standflächen entzerrt und auf ein größeres Gebiet verteilt werden. Dadurch sollen Engstellen im Ort – speziell in der Peter-Koch-Straße – vermieden werden.

Ausschankstellen und Kunsthandwerk

Je nach Wetterlage haben die Weingüter als Straußwirtschaften bereits in den Tagen vor der Festeröffnung geöffnet. Beim Mandelblütenfest wird es dann auf der Festmeile, die sich über die Neubergstraße, beginnend am König-Ludwig-Pavillon, über die Peter-Koch-Straße und das Dorfzentrum in die Kurpfalzstraße erstreckt, verschiedene Ausschankstellen und Anbieter mit Kunsthandwerk sowie typisch pfälzischen Produkten geben. Gefeiert wird das Mandelblütenfest an beiden Wochenenden freitags von 14 bis 19 Uhr sowie samstags und sonntags von 11 bis 19 Uhr. Unter der Woche sollen die Ausschankstellen montags bis donnerstags von 11 bis 19 Uhr öffnen können.

Die Veranstalter appellieren an Besucher, möglichst mit öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen. Details zum Park- und Besucherlenkungskonzept sollen am Montag vorgestellt werden. Außerdem werden die Anwohner über die für sie geltenden Verkehrsregeln an den Festtagen informiert. Verantwortlich für das Fest ist ein Organisationsteam aus Gimmeldingen, das sich aus Vertretern der Politik und Winzerschaft zusammensetzt. Das Team plant alles in enger Absprache mit der Stadtverwaltung Neustadt sowie der Tourist, Kongress und Saalbau (TKS) GmbH.

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