Neustadt Kurfürst-Ruprecht-Gymnasium weiht neuen Schulhof ein
Schlechte Laune wegen des Dauerregens? Nicht am Kurfürst-Ruprecht-Gymnasium (KRG). Zwar musste die Feierstunde zur Fertigstellung des neuen Schulhofs spontan ins Gebäude verlegt werden, „aber wir können ja gut improvisieren“, meinte Schulleiter Friedrich Burkhardt. Und er sah im Regen sogar das Positive: „So kann das Grün noch besser anwachsen.“ Die Bigband des Gymnasiums gab mit zwei fetzigen Liedern den Takt vor: An diesem Mittwoch sollte gefeiert werden und sich niemand über kühle Temperaturen und viel Niederschlag ärgern. Das funktionierte auch. Wie Schulleiter Burkhardt sprachen alle Redner von „einem großen Tag, denn endlich wurde der Schulhof aufgewertet“.
Die Arbeiten dafür hatten – nach mehrjähriger Planung – im Juli 2022 begonnen. In den vergangenen neun Monaten blieb im Hof der in den 1960er-Jahren errichteten Schule im Prinzip kein Stein auf dem anderen. Wo bis vergangenes Jahr nur eine große und zudem noch marode Betonfläche war, gibt es nun eine Nestschaukel, einen Kletterfelsen, zwei Bolzplätze sowie einen Rundweg. Die Pflasterfläche wurde nach Angaben der Stadt von 2980 auf 1250 Quadratmeter reduziert. Dafür wurden sieben neue Bäume, 90 Stauden und 290 Sträucher gepflanzt. Burkhardt lobte ausdrücklich die Arbeit der Stadtverwaltung und namentlich Eike Müller, der die Baustelle betreut hat, sowie die am Projekt beteiligten Firmen.
Denkmalschutz eine Herausforderung
Oberbürgermeister Marc Weigel bezeichnete die Schulhofumgestaltung als „richtig großen Wurf“. Für alle Arbeiten – einschließlich Blitzschutz und Glasfaserverlegung – wurde gut eine Million Euro ausgegeben; die Schulhofsanierung an sich hat 778.000 Euro gekostet. „Ein Großteil wird mit Landesförderung finanziert“, so Weigel. Er lobte zudem die Mitwirkung der Schulgemeinschaft an dem Projekt und dass die Studiengenossenschaft, der Schulelternbeirat und der 2019er-Abijahrgang ebenfalls Spenden beigesteuert haben. Damit das KRG eine „attraktive Schule“ bleiben könne, so Weigel, „gibt es immer noch einiges zu tun“. Die Umsetzung der Ideen sei dabei nicht einfach, da das Gebäude unter Denkmalschutz stehe. Dennoch solle es 2025 mit der Sanierung der Fassade und dem Einbau neuer Fenster weitergehen, kündigte der Oberbürgermeister die nächste Großbaustelle an, was von den vielen Gästen der Feierstunde lautstark begrüßt wurde.
Schülersprecher Anton Barthel unterstrich, welche Bedeutung der neue Schulhof für die Schüler hat. Über Monate hätten die Pausen entweder auf dem Parkplatz der Lehrer oder in kleinen abgetrennten Bereichen am Rand der Großbaustelle stattgefunden: „Wir können es kaum erwarten, den Schulhof nun nutzen zu dürfen, denn es gibt endlich keine zerbrochenen Platten und keine Löcher mehr.“ Dass die vielen Reden nicht nur Show waren, bewiesen etliche Schüler, als das letzte Lied der Bigband verklungen war: Sie gingen trotz des Regens nach draußen und drehten ein paar Runden auf dem neuen Schulhof.