Neustadt „Aus alt macht neu“: Umweltpreis 2025 belohnt Upcycling-Ideen

Eine Upcycling-Idee: Second-Hand-Blumenkübel:
Eine Upcycling-Idee: Second-Hand-Blumenkübel:

Seit über 30 Jahren vergibt die Stadt Neustadt einen Umweltpreis. In diesem Jahr können sich Bürger mit originellen Upcycling-Ideen für die 1500 Euro Preisgeld bewerben.

Mit dem Konzept für den Umweltpreis 2025 setzt die Umweltabteilung der Stadt Neustadt einen neuen Akzent. In den Vorjahren ging es vor allem um Naturschutz. Prämiert wurden Bürger, die alte Bäume erhalten, die Wohnungsbaugesellschaft WBG für ihre Bemühungen in Sachen Biodiversität, die Betriebe Schwarztrauber und Naumer für nachhaltige Landwirtschaft sowie Bürger, die sich von Schottergärten verabschiedet und alles begrünt haben. In diesem Jahr soll es mehr ums Thema Nachhaltigkeit beim mit 1500 Euro dotierten Preis gehen, sagt Petra Konrad, Mitarbeiterin der Umweltabteilung. Konkret lautet das Motto: „Upcycling – aus alt macht neu“.

Upcycling ist ein Trend, der in den vergangenen Jahren populär wurde. Dabei geht es darum, aus Abfallprodukten oder Stoffen, die nicht mehr genutzt werden, etwas Neues oder Neuwertiges zu schaffen. „Der Fantasie sollen dabei keine Grenzen gesetzt werden“, betont Konrad. Aufgerufen zur Teilnahme sind Einzelpersonen ebenso wie Vereine, Unternehmen, öffentliche Einrichtungen oder Initiativen, die aktuell Upcycling-Projekte umsetzen oder ein solches Vorhaben innerhalb der vergangenen drei Jahre realisiert haben.

Es geht nicht um Bastelaktionen

Die Idee hinter dem Upcycling-Gedanken sei, Abfälle zu vermeiden und Ressourcen einzusparen, sagt Umweltdezernentin Waltraud Blarr. Als Ideen nennt sie, „etwas Neues aus alten Möbeln oder Textilien zu gestalten“. Wichtig sei der Aspekt „neue Nutzung“. Man wolle keine Bastelaktionen prämieren, so Konrad. Für Blarr ist Upcycling ein wichtiger Faktor: „Unternehmen können dadurch auch Geld einsparen, wenn sie weniger Ressourcen verbrauchen.“

Blarr und Konrad sind auf die Resonanz gespannt. Mit dem etwas anderen Schwerpunkt beim Umweltpreis 2025 gehe es auch darum, „Bewerber zu erreichen, die sich bisher nicht vom Umweltpreis angesprochen gefühlt haben“. Blarr sieht alles zudem in die Nachhaltigkeitsstrategie der Stadt eingebettet und auch das Konzept für die Landesgartenschau 2027 beinhalte ja die Themen Ressourcenschonung und Wiederverwertung. „Wenn wir tolle Einreichungen bekommen, lässt sich vielleicht sogar eine Ausstellung bei der Landesgartenschau realisieren“, meint Blarr.

Info

Fragen rund um den Umweltpreis beantwortet die Umweltabteilung per E-Mail an umwelt@neustadt.eu. An diese Adresse sollen bis 31. August auch die Bewerbungen geschickt werden. Die Unterlagen dafür sind auf der städtischen Homepage www.neustadt.eu zu finden – im Bereich Natur und Umwelt.

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