Ludwigshafen RHEINPFALZ Plus Artikel Was die Mannheimer Baklan Group in Oggersheim baut

So soll der Neubau der Baklan Group aussehen.
So soll der Neubau der Baklan Group aussehen.

83 Wohneinheiten plus Tiefgarage werden in der Oggersheimer Friedrich-Bassemir-Straße derzeit errichtet. Noch ist nur der Rohbau zu sehen, spätestens Ende 2023 soll alles fertig sein. Hinter dem 21 Millionen Euro schweren Vorhaben steht ein Mannheimer Unternehmen.

Im größten Ludwigshafener Stadtteil ist bautechnisch einiges in Bewegung. Nicht nur, dass die Neubauten der GAG in der Adolf-Diesterweg-Straße auf einem guten Weg Richtung Fertigstellung sind – kürzlich hatte die städtische Wohnungsbaugesellschaft auch angekündigt, in der Stefan-Zweig-Straße alte Immobilien abreißen und neue bauen zu wollen. Und auch in der Friedrich-Bassemir-Straße tut sich etwas. Dort wachsen derzeit zwei Mehrfamilienhäuser mit vier beziehungsweise sieben Geschossen in die Höhe. Hinter dem Projekt steht die Mannheimer Baklan Group. Im ersten Haus seien 27 Wohnungen, im zweiten noch mal 56 geplant, heißt es vom Unternehmen auf Nachfrage. Die Einheiten sind zwischen 40 und 120 Quadratmeter groß. Es soll Ein- bis Vierzimmerwohnungen geben, die sowohl zur Miete als auch im Eigentum genutzt werden können. Die Bodenplatte und die Wände der Tiefgarage stehen bereits, derzeit läuft der Rohbau. Bis Mitte oder Ende 2023 soll alles fertig sein, teilt die 2002 gegründete Baklan Group mit.

Vorher baufälliges Parkdeck

Zuvor stand auf dem Grundstück ein baufälliges Parkdeck. Laut Investor sollen als Ersatz dafür auf dem Grundstück des Neubaus wieder Außenstellplätze entstehen. In das Gesamtprojekt investiert die Baklan Group eigenen Angaben zufolge rund 21 Millionen Euro.

Anwohner sollen sich demnächst in einem Info-Container vor Ort über das Projekt informieren können. Er soll „in den nächsten Wochen installiert“ werden, heißt es. Der Baklan Group gehören auch weitere umliegende Immobilien.

Ganz in der Nähe ist auch die städtische Wohnungsbaugesellschaft aktiv: In der benachbarten Adolf-Diesterweg-Straße wurde für den GAG-Neubau bereits im Oktober 2021 Richtfest gefeiert. Dort entstehen in fünf Gebäuden 84 neue Wohnungen. Als Mietpreis sind 6,40 Euro pro Quadratmeter vorgesehen. Weil es sich bei dem Gelände um eine sogenannte archäologische Verdachtsfläche handelt, war vor Baubeginn bereits die Landesarchäologie Speyer mit Grabungen vor Ort. Gefunden wurden mehrere römische Bestattungen und weitere Exponate.

Inzwischen ist der Bau schon weit fortgeschritten und soll bis Ende des Jahres fertig sein. Das Investitionsvolumen des Gesamtprojekts liegt bei 23,5 Millionen Euro.

GAG in Stadtteil sehr aktiv

In der Stefan-Zweig-Straße sollen mehrere GAG-Hochhäuser abgerissen und durch etwas niedrigere Neubauten ersetzt werden, wie die Wohnungsbaugesellschaft kürzlich bekannt gemacht hat. Der Erhalt der alten Bauten sei in wirtschaftlicher wie auch technischer Hinsicht nicht möglich gewesen. Etwa 600 Bewohner sind betroffen. Die bisherigen Mieter sollen in die Neubauten umziehen können, weshalb die einzelnen Gebäude zeitversetzt abgerissen werden. Für das Gesamtprojekt ist eine Investitionssumme von etwa 90 Millionen Euro vorgesehen. Erste Veränderungen sollen vor Ort sichtbar werden, wenn Anfang 2024 das Parkdeck neben dem Ensemble abgerissen wird. Dort soll das erste neue Haus entstehen.

Aktueller Blick auf die Baustelle.
Aktueller Blick auf die Baustelle.
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