Ludwigshafen RHEINPFALZ Plus Artikel Tag der offenen Tür beim VdK

Der VdK wächst. Das war auch beim Tag der offenen Tür zu bemerken.
Der VdK wächst. Das war auch beim Tag der offenen Tür zu bemerken.

Beratung bei Erwerbsminderungsrente, Hilfe bei der Bestimmung des Pflegegrades und viele andere Dienstleistungen bietet der Sozialverband VdK seinen Mitgliedern. Einen Überblick hat es beim Tag der offenen Tür in der Kreisgeschäftsstelle in der Bismarckstraße gegeben.

Rund 13.500 Menschen sind im VdK-Kreisverband Vorderpfalz in einem der 20 Ortsverbände zwischen Böhl-Iggelheim und Speyer verbunden. „Tendenz stark ansteigend“, berichtete Kreisgeschäftsführer David Gayer: „Wir haben aktuell bis zu 40 oder 50 neue Mitglieder pro Woche.“

Eine beängstigende Tendenz: „Der VdK hat immer dann großen Zulauf, wenn es der Wirtschaft nicht gut geht.“ Und in den Genuss der Beratung kommen nur Mitglieder. Diese allerdings für einen Beitrag von sechs Euro im Monat auf dem höchsten Niveau, „und zur Not kämpfen wir für die Rechte unserer Mitglieder bis vor das Bundessozialgericht“.

2000 Kontakte mit Klienten pro Monat

Beim Tag der offenen Tür wurde aber zunächst einmal gemeinsam gefeiert, begrüßte der Kreisverbandsvorsitzende Holger Scharff Mitglieder, Freunde, Mitarbeitende sowie die Kolleginnen und Kollegen aus den Nachbarverbänden in den Räumen in der Bismarckstraße. Dort laufen seit vielen Jahren die Fäden der monatlich rund 2000 Klientenkontakten zusammen – sei es als persönlicher Erstkontakt mit der Bitte um einen Beratungstermin, als eingehende E-Mail-Anfrage oder als Telefongespräch.

Zwölf Mitarbeiter sind in Ludwigshafen beschäftigt, davon fünf in der Beratung und sieben in der Verwaltung. Weil die Arbeit ständig zunehme, („Wer bei uns Mitglied wird, bringt in der Regel schon eine Problemstellung mit“, so Gayer), nutzte der Verband die Feier- und Informationsstunden auch gleich zur Eigenwerbung. „Wir suchen ständig Auszubildende für die Büroberufe, aber auch Sozialberater“, erklärte der Geschäftsführer. Diese könnten Juristen sein oder Fachwissen aus Krankenkassen mitbringen. „Wir nehmen aber auch Quereinsteiger als Fachleute.“

Kampf auf politischer Ebene

Doch durch die stetig steigende Mitgliederzahl wachse auch die Verantwortung, stellte Scharff klar. So trete man nicht nur für die Sozialrechte ein, sondern kämpfe auch auf politischer Ebene für die Interessen seiner Klienten. „Wir alle in Bund, Land und Kreisverband machen auf soziale Schieflagen aufmerksam und nehmen dazu öffentlich Stellung.“ Dabei sei das Ehrenamt eine der Säulen, auf die sich der VdK stütze – egal ob bei Seniorenkaffee, Ausflugsfahrt, Stammtischen oder informativen Vorträgen. Überall werde hervorragende Arbeit geleistet. Um so wichtiger sei es, auch einmal Danke zu sagen. Und auch dafür sei der Tag der offenen Tür eine hervorragende Gelegenheit.

x