Ludwigshafen RHEINPFALZ Plus Artikel Pfalztram in Ludwigshafen und Rhein-Pfalz-Kreis: Bürgerbeteiligung beginnt

Die Pfalztram soll auch den Kreis ans Straßenbahnnetz anbinden.
Die Pfalztram soll auch den Kreis ans Straßenbahnnetz anbinden.

Die Vorplanung für die Pfalztram läuft an. In mehreren Orten in Ludwigshafen und dem Rhein-Pfalz-Kreis finden Infoabende und Foren zur Bürgerbeteiligung statt.

Die Rhein-Neckar-Verkehrsgesellschaft (RNV) will mit einer Bürgerbeteiligung in den kommenden Monaten Akzeptanz für das Pfalztram-Projekt schaffen. Der geplante Ausbau des Straßenbahnnetzes in Ludwigshafen und die Verlängerung in den Rhein-Pfalz-Kreis beschäftigen viele Anwohner. Nicht überall stößt das Projekt auf Begeisterung. Erste Trassenentwürfe, die mitten durch Stadtteile oder Landkreisgemeinden führen, sind kritisiert worden.

Die Infoabendreihe zur Pfalztram beginnt am Donnerstag, 16. April, um 18.30 Uhr im Gemeindesaal St. Albert in der Ludwigshafener Pfingstweide. Weitere Termine sind unter anderem für Donnerstag, 23. April, in Neuhofen und für Mittwoch, 29. April, in Waldsee geplant. Im Oppauer Bürgerhaus findet die Veranstaltung am Dienstag, 12. Mai, 18.30 Uhr, statt. In Dannstadt am Dienstag, 19. Mai, 18.30 Uhr, im Zentrum Alte Schule; in Mutterstadt am Donnerstag, 28. Mai, 18.30 Uhr, im Palatinum; in Rheingönheim am Dienstag, 2. Juni, 18.30 Uhr, bei „Komm R(h)ein“; in Maudach am 9. Juni, 18.30 Uhr, im Julius-Hetterich-Saal sowie in Edigheim am Dienstag, 16. Juni, in der IGS. Weitere Infos dazu auf der Website www.pfalz-tram.de.

Bedürfnisse ermitteln

Ziel der Foren sei es, durch frühzeitigen Dialog sicherzustellen, dass die Planungen den Bedürfnissen der Bevölkerung entsprechen, so das Verkehrsunternehmen. Martin in der Beek, Technischer Geschäftsführer der RNV, betonte die Bedeutung der Bürgerbeteiligung: „Damit stellen wir sicher, dass die Planungen den tatsächlichen Bedarfen der Menschen Rechnung tragen.“ Auch Volker Knörr (CDU), Landrat des Rhein-Pfalz-Kreises, sieht die Veranstaltungen als wichtigen Schritt: „Ich danke allen Projektpartnern für die umfangreichen Informationen bei den kommenden Veranstaltungen.“ Klaus Blettner (CDU), Oberbürgermeister von Ludwigshafen, unterstrich die Potenziale des Projekts und rief die Bürger dazu auf, sich einzubringen.

Im Laufe des Jahres sollen weitere Informations- und Beteiligungsformate zum Gesamtprojekt stattfinden. Als ein Baustein ist das Pfalztram-Forum vorgesehen, das einen Querschnitt der Bevölkerung aus den beteiligten Orten abbilden und auch Interessengruppen einbinden soll.

Protest formiert sich

Im Ludwigshafener Norden hat sich eine Bürgerinitiative gegen die Pfalztrampläne gebildet. Die Gegner befürchten jahrelange Baustellen, wegfallende Parkplätze und Wertminderung ihrer Immobilien. Außerdem wird der Bedarf für eine Straßenbahn angezweifelt und auf die hohen Gesamtkosten verwiesen, die sich einer ersten Schätzung zufolge auf 400 Millionen Euro belaufen könnten.

Das Stadtbahnprojekt hat laut RNV unterdessen einen wichtigen Meilenstein erreicht: Zwei renommierte Planungsbüros wurden nach einer Ausschreibung beauftragt, die Grundlagenermittlung und Vorplanung für den Ausbau des Straßenbahnnetzes in Ludwigshafen und im Rhein-Pfalz-Kreis zu übernehmen. Die Schüßler-Plan Ingenieurgesellschaft und die Obermeyer Gruppe sind nun Teil des Planungsteams der Rhein-Neckar-Verkehr GmbH.

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