Ludwigshafen RHEINPFALZ Plus Artikel Neue Rheinpromenade am Luitpoldhafen

An der Hafenkante wird derzeit gearbeitet.
An der Hafenkante wird derzeit gearbeitet.

Die Rheinpromenade wird verlängert, die Hochwasserschutzwand ausgebaut. Der Umbau der ehemaligen Rhenus-Lagerhalle verzögert sich und soll erst Ende 2027 fertig sein.

Auf der Festlandseite des Luitpoldhafens wird seit einigen Tagen lautstark gearbeitet. Ein Bagger hebt Erdreich aus. Beton wird mit Meißeln aufgebrochen. Ein gewaltiger Absperrzaun mit roten Bretterbalken ist auf der Kaimauer errichtet worden. Wer von der Drehbrücke zur Parkinsel aus die Bauarbeiter beobachtet, ahnt, was hier entstehen soll. Die Rheinpromenade entlang des Hafenbeckens wird verlängert.

Momentan endet die Hochwasserschutzwand nebst Geländer am Ende der Stadtvillen, die am Rheinufer Süd gebaut wurden. Doch die Stadt verlängert nun die Stahlbetonbetonwand um weitere 250 Meter entlang der Hafenkante, wie die Verwaltung auf Nachfrage mitteilt. Die Bauarbeiten dauern voraussichtlich bis August. Die Kosten beziffert die Stadt mit rund 420.000 Euro. Nicht nur die Mauer soll verlängert werden. Auch die neu gepflasterte Promenade im Luitpoldhafen wird bis zur Drehbrücke fortgeführt.

Umbau verzögert sich

Für Spaziergänger ist dies eine gute Nachricht, denn sie stießen bisher am Ende der Promenade auf Erdhaufen und einen Bauzaun. Wer weiter Richtung Süden flanieren will, muss auf die Rheinallee ausweichen und sich dort einen schmalen Weg mit Radlern teilen. Hintergrund: Die ehemalige Rhenus-Lagerhalle am Hafen soll zum „Haus der Stadtgeschichte“ umgebaut werden.

In der Werfthalle sollen künftig das Stadtarchiv Ludwigshafen und das Stadtmuseum unter einem Dach untergebracht werden. Die Halle muss dafür umgebaut werden. Verantwortlich dafür sind die Hafenbetriebe Ludwigshafen, die das Gebäude nach dem Umbau an die Stadt vermieten wollen. Das wegen der Kosten nicht unumstrittene Projekt ist schon mehrfach verschoben worden. Seit Dezember gibt es nun eine Baugenehmigung.

„Der aktualisierte Zeitplan geht von einem Baubeginn Anfang 2026 und der Inbetriebnahme Ende 2027 aus. Die Häfen Rheinland-Pfalz sowie die Stadt Ludwigshafen befinden sich im engen Austausch zu den maßgeblichen weiteren Schritten“, teilt ein Stadtsprecher auf Nachfrage mit. Der frühere Hafenchef Franz-Josef Reindl war im vergangenen Jahr noch davon ausgegangen, dass der Umbau 2026 abgeschlossen sein könnte.

Die Promenade soll um 250 Meter verlängert werden.
Die Promenade soll um 250 Meter verlängert werden.
Bisher ist hier für Spaziergänger Schluss.
Bisher ist hier für Spaziergänger Schluss.
So soll der künftige Standort von Stadtmuseum und Stadtarchiv in der umgebauten Rhenus-Halle aussehen.
So soll der künftige Standort von Stadtmuseum und Stadtarchiv in der umgebauten Rhenus-Halle aussehen.

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Finanzielle Fragen

Hintergrund für die Verzögerungen sind offenbar finanzielle Fragen. So wird das Projekt wohl teurer als geplant. Der Hafen wollte deshalb dem Vernehmen nach wegen der Miete mit der Stadt neu verhandeln. Doch die Stadt hat bereits Ende 2021 den Mietvertrag mit den Hafenbetrieben geschlossen. „Derzeit werden zur Erreichung einer größtmöglichen Kostensicherheit einzelne Aspekte der Planung seitens der Häfen überprüft und soweit erforderlich angepasst. Die Überprüfung der Planung war im Zeitplan nicht vorgesehen“, teilt die Stadt auf eine weitere Nachfrage mit. Was das konkret bedeutet, wird sich noch zeigen.

Fest steht: Die neue Promenade, die auch vor dem künftigen „Haus der Stadtgeschichte“ und an dem dazugehörigen geplanten Parkplatz vorbeiführt, wird früher als das 6500 Quadratmeter große Gebäude fertig. Das Basaltgroßsteinpflaster wird zwischen der Halle und der Kaimauer verlegt. Soweit möglich, sollen einige Schienenstränge dort als Reminiszenz an die stillgelegte Hafenbahn erhalten bleiben, heißt es von der Stadt. Wenn in zwei Jahren Stadtarchiv und Stadtmuseum in das Gebäude umziehen können, dürften die Verantwortlichen erleichtert sein: Das Archiv residiert derzeit in einem sanierungsbedürftigen Gebäude in der Rottstraße (Süd), das Museum ist seit der Schließung des Rathaus-Centers für die Bürger nicht mehr sichtbar, die Bestände sind eingelagert.

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