Mannheim / Ludwigshafen
Meinung am Montag: Reaktionen von kostümierten Umzugsteilnehmern
Sonja aus Schwetzingen verfolgt den Umzug alleine. „Ich hatte gar nicht mitbekommen, dass in Mannheim so lange Pause war“, sagt sie. „Ich weiß nur, dass der Umzug im vergangenen Jahr in Ludwigshafen war. Auch dort war ich dabei.“ Von ihrem Studium in Düsseldorf sei sie große Umzüge gewohnt, auch den Rosenmontagszug in Köln habe sie bereits besucht. Am Paradeplatz will Sonja noch ein paar Freunde treffen.
Wegen des Konzerts von Andrea Berg am Freitag in der SAP-Arena ist Wolfgang aus Bremen nach Mannheim gekommen. Nun will der 70-Jährige sehen, ob der Umzug mit dem in seiner Heimatstadt mithalten kann. „Die Kostüme haben wir extra mitgebracht“, sagt er. Noch am Abend soll es zurück nach Bremen gehen.
Jürgen und Ramona aus Schifferstadt freuen sich, „dass hier in Mannheim wieder etwas los ist“. Bei der Straßenfasnacht in Schifferstadt werde nur fünf Stunden lang gefeiert, bedauern die beiden: „Dort ist es uns zu stark reglementiert, hier in Mannheim ist es besser.“ Ihre aufwendigen Kostüme haben sie sich selbst ausgedacht und auch selbst gefertigt. Dem Paar sind die starke Polizeipräsenz und die abgeriegelten Zufahrten aufgefallen. Die Schifferstadter begrüßen das: „Wir fühlen uns sicher. Und wir sind einfach nur froh, dass wir wieder feiern können.“ Die Menschen sollten sich nicht verunsichern lassen, finden sie. „Ansonsten würde auch diese Tradition verloren gehen.“
Mit dem Spielmannszug der Reilinger Feuerwehr ist Markus aus Reilingen beim Umzug dabei. „Eingeladen haben uns die Feudenheimer Kollegen. Wir sind schon sehr gespannt, wie das hier abläuft“, berichtet er. Im badischen gebe es einen Nachtumzug: „Da ist immer eine Menge los. Zuletzt hatten wir dort 80 Zugnummern, hier sind es ja nur 70.“ Ein weiterer Unterschied: „Zu Hause haben wir nur Fußgruppen.“ Markus glaubt, „dass man sich hier viele Gedanken zur Sicherheit gemacht hat“.
