Ludwigshafen
Ludwigshafen: IHK stellt die Standortfrage
Mit der Zukunft ihrer Ludwigshafener Immobilien beschäftigt sich am 5. Dezember die Vollversammlung der Industrie- und Handelskammer (IHK) für die Pfalz. Konkret geht es um die beiden Standorte in der Innenstadt: am Ludwigsplatz (IHK-Zentrale) und in der Bahnhofstraße (Zentrum für Weiterbildung, ZfW).
Entsprechende RHEINPFALZ-Informationen bestätigte am Montag Jürgen Vogel (49), seit 2017 stellvertretender IHK-Hauptgeschäftsführer. Nach seinen Angaben gibt es in beiden Gebäuden „einen gewissen Sanierungsbedarf“ – deshalb sei in der letzten Vollversammlung im Juni ein Gutachterbüro beauftragt worden, das den Zustand der Häuser analysiere. Am 5. Dezember soll dann ein Sachstandsbericht vorgelegt werden. Betroffen sind in beiden Einrichtungen insgesamt 140 Mitarbeiter. Frühestens Mitte nächsten Jahres erwartet Vogel eine Entscheidung.
Zwei mögliche Optionen
Im Prinzip gibt es nach seiner Darstellung zwei Optionen: die Gebäude im Bestand sanieren oder ein Neubau an einem anderen Standort, in dem die Zentrale und das ZfW unter einem Dach zusammengeführt werden. „Das sind ganz nüchterne Überlegungen, die man als Immobilienbesitzer anstellen muss“, sagt Vogel. Letztlich sei das auch eine Kostenfrage. Entschieden sei noch nichts, der Prozess sei noch „völlig ergebnisoffen“ und abhängig von den Resultaten des Gutachtens.
Gute ÖPNV-Anbindung in Ludwigshafen
Für eine Zusammenlegung spricht laut Vogel etwa der Umstand, dass die Zentrale von Kunden eher tagsüber aufgesucht werde, das ZfW eher abends. Unter einem Dach könnten die dafür notwendigen Räume gemeinsam genutzt werden. Vogel betont, dass die Standortfrage nichts mit der aktuellen Verkehrssituation zu tun habe. Für den Standort Ludwigshafen spreche, „dass wir hier die meisten Kunden und eine gute ÖPNV-Anbindung haben“. In der Region seien die Dienstleistungszentren erste Anlaufstellen.
80.000 Mitgliedsbetriebe
Die IHK Pfalz hat 80.000 Mitgliedsbetriebe, die Hälfte wird direkt von Ludwigshafen aus betreut. Im ZfW besuchen pro Jahr rund 3000 Teilnehmer Weiterbildungskurse innerhalb der höheren Berufsbildung (Kurse für Meister und Fachwirte). Im Schnitt kommen die Teilnehmer über einen Zeitraum von zwei Jahren zwei- bis dreimal wöchentlich ins ZfW, das am Hauptbahnhof liegt. Zwei Millionen Euro flossen vor wenigen Jahren in die Brandschutzsanierung am ZfW.