Ludwigshafen Ludwigshafen: IHK irritiert von neuen Hochstraßen-Plänen

Die Hochstraße Süd befahren täglich im Schnitt 59.000 Fahrzeuge. Ihre Statik ist angegriffen, deshalb muss sie saniert werden. F
Die Hochstraße Süd befahren täglich im Schnitt 59.000 Fahrzeuge. Ihre Statik ist angegriffen, deshalb muss sie saniert werden.

„Irritiert“ reagiert die Industrie- und Handelskammer (IHK) Pfalz mit Sitz in Ludwigshafen laut ihrem stellvertretenden Hauptgeschäftsführer Jürgen Vogel auf die Kehrtwende bei der Sanierung für die Hochstraße Süd. „Wir sind von der Neuentwicklung überrascht. Bisher hieß es, die Hochstraße Süd müsse sofort saniert werden und ein Galeriebauwerk sei alternativlos“, sagte der 48-Jährige am Dienstag auf Anfrage. „Das Prinzip Hoffnung hilft nicht weiter. Die Wirtschaft braucht verlässliche und leistungsfähige Lösungen für Mitarbeiter, Kunden und den Güterverkehr“, kommentierte er den am Montag im Bauausschuss angekündigten Rückzieher der Politik, die Sanierung der Südtrasse – entgegen eines Beschlusses vom April 2018 – hinter die Nordsanierung zu packen.

Vogel: Jetzt Klarheit schaffen



„Ich bin skeptisch, ob die Hochstraße Süd noch zehn Jahre hält“, sagt Vogel. Speziell für den Schwerlastverkehr müsse die Stadt im Sinne der Wirtschaft jetzt Klarheit schaffen. Die Brückentrassen mit täglich mehr als 100.000 Fahrzeugen sind zentrale Verkehrsachsen für Pendler und Unternehmen. Die zuletzt favorisierte Stützbrücke (Galeriebauwerk) für die instabile Südtrasse soll nun aus Zeit- und Kostengründen doch nicht gebaut und die Nordtrasse vor der Südschwester abgerissen werden. „Nicht beantwortet wird die Frage, was passiert, wenn die Hochstraße Süd während der Bauphase der Hochstraße Nord nur noch eingeschränkt oder gar nicht zur Verfügung steht“, so Vogel. „Gerade für den Güterverkehr drohen schon bald Fahrverbote auf beiden Straßen – und leistungsfähige Alternativen sind nicht in Sicht.“

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