Wochenspiegel RHEINPFALZ Plus Artikel Hitze-Check und andere heiße Themen

Ausgequakt.
Ausgequakt.

Was uns diese Woche in Ludwigshafen beschäftigt hat.

Klimaschutz: Viel Beton

Hitzetage häufen sich, die Stadt heizt sich dabei unerträglich auf. Viele Menschen, denen die Hitze Probleme bereitet, leiden unter Temperaturen von weit über 30 Grad. Zu viel Beton und zu wenig Grün findet sich in den Ludwigshafener Straßenschluchten. Eine Studie der Deutschen Umwelthilfe legt den Finger in die Wunde – auch wenn die Methodik Fragen aufwirft und brütende Hitze nicht nur Ludwigshafen betrifft. Die Frage ist, was lässt sich ändern? Bei der Stadtentwicklung muss mehr auf den Klimawandel geachtet werden. Keine neuen Wohnungen mehr zu bauen, wäre angesichts des Wohnraummangels auch keine Lösung. Es werden viele kleine Schritte nötig sein, um die Lage zu verbessern: Plätze in der City sollten neu gestaltet, mehr Bäume gepflanzt und Dächer begrünt werden. Großflächige Entsiegelung könnte die City West bringen. Das alles dauert noch. Bis dahin werden die Ludwigshafener noch viel schwitzen müssen.

Badeseen: Viel Wasser

Niemand wird bestreiten, dass die Ludwigshafener Innenstadt weitgehend versiegelt und es daher im Sommer wenig vergnüglich ist, sich dort aufzuhalten. Das muss sich ändern, keine Frage. Es ist gut, dass die Bürgerinitiative „Lebenswertes Ludwigshafen“ bei der geplanten Neugestaltung des Berliner Platzes samt Büro- und Geschäftshaus mit ihrer Forderung nach mehr Grün nicht locker lässt. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass es in Ludwigshafen sehr viel Wasser und viele Orte mit hoher Aufenthaltsqualität gibt. Nicht in der City, aber in den Stadtteilen. Sagenhafte 17 Seen mit viel Grün drumherum hat die Stadt am Rhein zu bieten. An einem so großen Fluss zu leben, ist sowieso ein Segen. An vier Weihern kann man sich an heißen Tagen mit einem kühlen Bad erfrischen und muss dafür keine weiten Wege in Kauf nehmen. Welche andere Stadt kann damit punkten?

Flüchtlinge: Viele Container

Auf einem Acker in der Bayreuther Straße nimmt das neue Containerdorf für Flüchtlinge Gestalt an. Die Anlage wird sehr groß, das ist schon jetzt erkennbar. Bald sollen dort in unmittelbarer Nachbarschaft zu den Obdachlosenunterkünften bis zu 450 Menschen einziehen. Die Anzahl der Bewohner in dem sozialen Brennpunkt könnte sich damit in kurzer Zeit verdoppeln. Im Gegenzug wird die sechs Millionen Euro teure vorübergehende Notunterkunft für Geflüchtete in der Walzmühle in der Innenstadt zum Monatsende geräumt und wieder aufgelöst. Wenn der Stadt auch weiterhin Woche für Woche Flüchtlinge zugewiesen werden, wird die Verwaltung schon bald nach weiteren Standorten für Notunterkünfte suchen müssen. Denn günstigen Wohnraum gibt es in Ludwigshafen kaum noch. Auch nicht für Menschen mit Anspruch auf Asyl.

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