Ludwigshafen
Bürohaus am Berliner Platz: Bürgerinitiative für begrünte Fassaden
„Statt Glasfassaden haben wir nun massive Mauern aus heimischem Backstein mit Fenstern und eine nachhaltige Bauweise insofern, dass sie Langlebigkeit verspricht“, teilt die BI in einer Presseerklärung im Nachgang zur Informationsveranstaltung der Stadtverwaltung im Ernst-Bloch-Zentrum am vergangenen Mittwoch mit. Dennoch sei das Bauwerk „doch sehr massiv und raumgreifend, auch wenn die unterschiedliche Stockwerkshöhe der drei Gebäudeteile eine gewisse Auflockerung bewirkt“, meint Sprecherin Ruth Ludwig. Der Investor Hans-Peter Unmüßig habe zudem in der Vorwoche immer wieder darauf aufmerksam gemacht, dass die Wirtschaftlichkeit des Projektes in der Planung nicht vernachlässigt werden könne und letztendlich für ihn entscheidend sei.
Die BI plädiert dafür, die Planung des Bürohauses zu optimieren, vor allem unter dem Aspekt der Klimaanpassung: Die geplante Begrünung der Innenfassaden nennen die Bürger „erfreulich, aber nicht ausreichend“. Der Bau biete ideale Voraussetzungen für eine Fassadenbegrünung rundum. Nur eine Begrünung der Außenfassade werde das Mikroklima im direkten Umfeld positiv beeinflussen. Dies könnte sich auch belebend auf die Gastronomie auswirken. „In jedem Fall erwarten wir vom Stadtrat, dass er im Sinne des Gemeinwohls diesen Aspekt in den Bauleitplan beziehungsweise den Bebauungsplan mit aufnimmt“, fordert Sprecherin Ludwig.
Für Öffentlichkeit nicht zugänglich
Den Wunsch der Bürger nach einem begrünten Innenhof hätten Architekt und Investor bisher nicht berücksichtigt. Zudem sei ein bisher geplanter begrünter Innenbereich für die Öffentlichkeit nicht zugänglich. „Das ist sehr schade, denn ein attraktiv gestalteter Innenhof könnte auch als Anziehungspunkt für die Gastronomie von Interesse sein“, meint die BI.
Weitere Korrekturen wünschen sich die Bürger mit Blick auf die Pläne für die Ankerhof-Passage: Bisher seien die Anlieferung und der Müllabstellplatz in dieser Gasse angedacht. „In unseren Augen ist das unzumutbar für die anliegenden Geschäfte und die Anwohner.“ Der zentrale Eingang zum Gebäude sei zurzeit dort vorgesehen, wo das geringste Fußgängeraufkommen ist, nämlich in Richtung Süden zum Platanenhain hin. Die BI fragt, ob der trichterförmige Eingang nicht besser in Richtung Friedrich-Wilhelm-Wagner-Platz angelegt werden sollte.
Straßen sollen autofrei werden
Nach Angaben der Stadtspitze sollen der Friedrich-Wilhelm-Wagner-Platz, der Platanenhain und der Berliner Platz umgestaltet werden, um die Aufenthaltsqualität zu verbessern. „Auf die Veröffentlichung dieser Pläne und den vorgesehenen Bürgerdialog sind wir gespannt“, sagt BI-Sprecherin Ludwig. In diesem Zusammenhang müsse die Bismarck- bis zur Wredestraße autofrei gestaltet werden. Dies sei eine Voraussetzung für die Aufwertung des Platzes für Passanten und zum Verweilen.