Ludwigshafen Einsatz in vier Wänden: KVD holt Katze aus vermüllter Wohnung
Mit einem bissigen Hund und einem aggressiven Hundehalter hatten es die Mitarbeiter des Vollzugsdienstes am Sonntagabend in der Gartenstadt zu tun. Dort hatte sich ein 52-Jähriger gegenüber KVD-Mitarbeitern aggressiv gezeigt und diese mehrfach bedroht, bevor er einen Beamten am Handgelenk packte und diesen nicht mehr losließ. Weitere Personen unterstützten den 52-Jährigen dabei. Die Beamten mussten ein Reizsprühgerät einsetzen und die Polizei verständigen.
Hund wird von Tierrettung mitgenommen
Vorausgegangen war gegen 20 Uhr eine Beißattacke des Hundes des 52-Jährigen auf einen anderen Hund. Die Besitzerin des gebissenen Hundes verständigte den KVD. Der Aufforderung, den Impfpass des Tieres vorzuzeigen, kam der 52-Jährige zunächst nach. Doch dann rastete er aus und setzte sich schließlich in sein Auto, schildert die Stadt den Einsatz. Um Gefahr von den umstehenden Personen abzuwenden, übergab die 25 Jahre alte Tochter des Mannes den Einsatzkräften schließlich den Autoschlüssel. Daraufhin ging der 52-Jährige einen KVD-Mitarbeiter körperlich an. Der Hund des aggressiven Halters wurde von der Tierrettung schließlich ins Tierheim gebracht, der renitente 52-Jährige der Polizei übergeben.
Ebenfalls „tierisch“ verlief ein weiterer Einsatz des KVD in der Nacht zum Sonntag. Anwohner hatten sich gegen 2 Uhr über Lärm aus einer Wohnung in der Bayreuther Straße beschwert. Vor Ort traf der KVD zwei Brüder im Alter zwischen 21 und 22 Jahre in der Wohnung an, aus der die Musik schallte. Der 21-Jährige, der den Einsatzkräften die Wohnungstür öffnete, stellte nach Aufforderung des KVD die Musik ab.
Vermüllte Wohnung mit Katze
Während des Gesprächs mit dem Mann sahen die Einsatzkräfte, dass die Wohnung massiv verschmutzt war und Schädlingsbefall unter anderem durch Schaben aufwies. Neben Müllhaufen und auf dem Boden verteiltem Unrat entdeckten die Einsatzkräfte ein über längere Zeit nicht gesäubertes Katzenklo, neben dem sich bereits weitere Tierexkremente befanden. Die Katze wurde schließlich in einem weiteren vermüllten Zimmer gefunden.
Aufgrund der Gesamtumstände teilten die Einsatzkräfte den Männern mit, dass sie die Katze der Tierrettung der Feuerwehr übergeben werden. Zunächst setzte der 22-jährige Mann das Tier unaufgefordert in eine Transportbox, bevor er unvermittelt einen KVD-Beamten schubste und mit geballten Fäusten auf ihn zuging. Dem Mann und seinem Bruder wurden schließlich Handschellen angelegt. Die Polizei übernahm auch in diesem Fall das Geschehen.
Betrunkener in der City
Ebenfalls mit Handschellen endete ein Einsatz des KVD am Samstagmorgen. Den Einsatzkräften war ein 32-Jähriger gegen 6 Uhr in der Bismarckstraße (Mitte) aufgefallen, weil er dort lagerte. Die Streife weckte den schlafenden Mann und sprach ihn an. Erst nach mehrmaliger Aufforderung gab er den Einsatzkräften seine Personalien an. Einem Platzverweis kam er zunächst nach, kehrte dann aber zurück und beleidigte die KVD-Mitarbeiter. Die Polizei nahm den Mann, bei dem schließlich 1,4 Promille festgestellt wurden, in Gewahrsam.
Dass es bei KVD-Einsätzen hoch her geht, gehört zum Alltag. „In den Sommermonaten ist das leider die Regel“, sagt Thomas Kleiß vom KVD. Er vermute, dass es mit der Hitze und der Ferienzeit zusammenhänge.