Irgendwo in LU RHEINPFALZ Plus Artikel Dietmar Koch auf Erinnerungsbesuch im Wildpark Rheingönheim

Am Wildpark in Rheingönheim hat Volker Endres den Mutterstadter Dietmar Koch getroffen.
Am Wildpark in Rheingönheim hat Volker Endres den Mutterstadter Dietmar Koch getroffen.

Irgendwo in LU sind wir jede Woche auf der Suche nach interessanten Gesprächspartnern. Am Ostermontag haben wir am Wildpark Rheingönheim Dietmar Koch getroffen. Der 59-jährige Personaldisponent kommt aus Mutterstadt und frischte Kindheitserinnerungen auf.

Herr Koch, wie haben Sie das Osterfest verbracht?
Ich würde mal sagen: in aller Beschaulichkeit. Zumindest haben wir keine Ostereier mehr versteckt. Immerhin sind meine Kinder mittlerweile erwachsen.

Sie sind ohne Kinder im Wildpark?
Wir haben als Erwachsenengruppe einen Spaziergang gemacht. Seit meine Kinder erwachsen sind, war ich nicht mehr hier. Es war also ein Erinnerungsbesuch. Und wir wollten nachschauen, wie sich die Neuerungen im Park machen. Die Eintrittspreise sind ja wirklich moderat.

Und? Wie kommen die Neuerungen bei Ihnen an?
Was mir nach wie vor sehr gut gefällt ist, dass der Andrang an der Kasse zwar groß ist, aber im Park selbst verlaufen sich die Besucher dann. Der Park ist etwas strukturierter, als ich ihn in Erinnerung habe, aber man sieht auch das Ausbesserungspotenzial.

Zum Beispiel?
Na ja, wenn ich jetzt an den Teich für die Enten und Gänse denke, dann sieht man schon, wie tief das Grundwasser mittlerweile ist. Ich kann mir nicht vorstellen, dass man das mit Trinkwasser auffüllen kann. Außerdem sieht man natürlich an einigen Gebäuden, wie der Zahn der Zeit an ihnen genagt hat. Dafür sieht man auf der anderen Seite wieder neugestaltete Gehege. Insgesamt könnte der Park wahrscheinlich ein paar Stifter mehr gebrauchen.

Ein geschulter Blick. Was machen Sie eigentlich beruflich?
Ich bin Disponent bei einem Personaldienstleister im medizinisch-pflegerischen Bereich.

Gibt es dafür überhaupt Personal? Ich dachte, solche Fachkräfte werden dermaßen händeringend gesucht, dass sie gar nicht in die Verlegenheit von Leiharbeit kommen?
Tatsächlich haben wir in der Regel hauptsächlich ein Bewerberproblem. Im Moment ist es allerdings gerade ein Mangel an Aufträgen. Aber das ist nur eine kurzfristige Erscheinung. Das wird sich bald wieder ändern. Tatsächlich ist der Pool an Menschen in der Pflege aufgebraucht. Wer einen festen Arbeitsplatz hat, der gibt ihn in der Regel auch nicht auf – auch wenn er nicht gut bezahlt ist. Der Großteil bei uns sind Wiederrückkehrer in den Beruf oder Menschen, die aufgrund ihrer familiären Situation mehr Flexibilität von ihrem Arbeitgeber benötigen, als sie ein fester Arbeitgeber in der Regel bieten kann.

Was liegt heute noch bei Ihnen an? Schauen Sie ein wenig Sport im Fernsehen?
Ich schaue zwar tatsächlich gerne Handball, aber mein großes Hobby ist die Schauspielerei. Ich bin bei mehreren Laien-Ensembles in der Region aktiv.

Bei welchen denn?
Ich bin in der Villa Neustadt, in der Alten Werkstatt Frankenthal und bei der Theatergruppe Bagage aus dem Hemshof, aber ohne festen Spielort.

Welche Premiere steht als Nächstes an?
Im Sommer spielen wir in Neustadt „Nathan der Weise“ als Adaption aus zwei verschiedenen Stücken. Ich selbst spiele dabei den Nathan.

Ist dafür auch der Bart, oder tragen Sie den immer?
Ich werde den Bart für die Aufführung auf alle Fälle noch in eine passendere Form bringen.

Ich habe mal einen Laienschauspieler aus Jagsthausen kennengelernt, wo auf dem Stammsitz des Götz von Berlichingen in jedem Sommer historische Theaterstücke aufgeführt werden. Er hat mir mit viel Enthusiasmus erklärt, welche Statistenrollen er in den verschiedenen Stücken übernimmt. Sind alle Schauspieler so?
Gerade von solchen Enthusiasten wird das Theater getragen! Ohne den kleinsten Bühnenarbeiter würden wir alle im Dunkeln stehen. Theater ist Teamarbeit.

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