Frankenthal
Theater Alte Werkstatt stellt sein neues Programm vor
Denn neben zwei Eigenproduktionen hat das Theater vor allem Künstler und befreundete Schauspielhäuser aus der Region nach Frankenthal geholt. Das Mannheimer Rhein-Neckar-Theater gastiert ebenso in der Wormser Straße wie das Neustadter Theater in der Kurve. Und das Ensemble des Speyerer Zimmertheater spielt Anfang März gar eine ganze Woche lang jeden Abend.
In der Pandemiezeit hätten sich die vielen Kontakte zu anderen Künstlern und Theaterhäusern ergeben beziehungsweise intensiviert, berichtet Hellmann. Denn durch das Sommerfestival in Großkarlbach hatte das TAW in den vergangenen Jahren im Gegensatz zu anderen Spielstätten eine Plattform, um überhaupt auftreten zu können. Das ermöglichten die Frankenthaler auf der Freilichtbühne im ehemaligen Winzerhof Claus damals auch anderen Theatern der Region. Und auch in diesem Sommer soll das wieder so sein, verrät der Theaterleiter. Aus dieser Möglichkeit hat sich laut Hellmann eine enge Zusammenarbeit entwickelt. TAW-Schauspieler wirkten nun auch bei Produktionen befreundeter Theater mit und umgekehrt. Einen besonders großen Freundschaftsdienst erweisen die Frankenthaler dem Zimmertheater. Weil das Ensemble derzeit keine eigene Spielstätte hat, dürfen die Speyerer eine Woche lang im TAW auftreten.
Rhein-Neckar-Theater macht den Anfang
Mit zwei Gastspielen startet das Theater dann auch gleich ins neue Jahr. Petra Mott vom Mannheimer Rhein-Neckar-Theater bringt mit der Mundartkomödie „Isch füdder bloß die Katz“ am 14. Januar Licht in dunkle Nachbarschaftsverhältnisse, und bei „Gott des Gemetzels“ am 15. Januar bekommen sich die Eltern zweier streitender Kinder in die Haare. Zauberhaft weiter geht es im Januar mit dem Nachholtermin von Magier Fabian Kelly, der am 21. Januar mit Hilfe vieler Zauberkunststücke in die eigene Vergangenheit reist. Alex Lützke von der Formation Mr. Jones hat während der Pandemie ein Soloprogramm entwickelt. Mit seinem Musik-Kabarett „Yo Allerdann“ gastiert er am 22. Januar im TAW. Am 11. Februar lädt Fabian Stahl zu einem magisch musikalischen Abend, an dem er seine Leidenschaft für das Zaubern mit der für das Klavierspiel kombiniert. Das Neustadter Theater in der Kurve zeigt am 16. Februar das Zwei-Mann-Stück „Deine tiefe Seltsamkeit“ über eine große platonische Liebe und über das Theater in all seinen Facetten. „Applaus ist, wenn man trotzdem klatscht“ heißt es dann am 19. Februar beim Musical-Comedy mit Björn Breckheimer.
Zwei Eigenproduktionen
Doch natürlich hat das TAW auch wieder eigene Produktionen. Am 26. Januar feiert „Die Niere“ Premiere in der Wormser Straße. In der Komödie von Stefan Vögel in einer Inszenierung von Maria Breuer bekommen sich zwei Paare über eine Organspende in die Haare. Ehefrau Kathrin hat ein Nierenleiden, doch ihr Mann Arnold, ein erfolgreicher Architekt, hat keine Zeit und überdies eine Heidenangst vor einer Operation. Doch ihr gemeinsamer Freund Götz springt sofort in die Bresche und möchte seine Niere abtreten, weshalb sich wiederum dessen Frau Diana übergangen fühlt.
Noch turbulenter als bei „Die Niere“ wird es ab 16. März zugehen, wenn im Komödienklassiker „Arsen und Spitzenhäubchen“ von Joseph Kesselring gleich zehn Schauspieler auf der TAW-Bühne stehen werden. In der Inszenierung von Christian Birko-Flemming haben die zwei liebenswerten Damen Abby und Martha jede Menge Leichen im Keller. Als ihr Neffe Mortimer darauf stößt, weihen sie ihn in ihr Geheimnis ein, einsame Herzen „Gott näher zu bringen“. Unwissentlich ist ihnen dabei Mortimers Bruder behilflich. Der geisteskranke Teddy hebt im Keller die Gräber aus in der Annahme, den Panama-Kanal zu graben. Und dann taucht mit Jonathan noch ein weiterer Bruder mit einem Toten im Gepäck auf. Das Chaos ist perfekt.
Das Speyerer Zimmertheater hat drei Stücke im Gepäck
Neben den beiden Neuproduktionen zeigt das TAW drei beliebte Stücke der vergangenen Jahre noch einmal mit „Kann die Liebe Sünde sein?“ am 28. Januar und 27. April, „Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran“ am 26. Februar und 28. /30. April sowie „Achtung Deutsch“ (5. bis 14. Mai). In der ersten Märzwoche ist dann das Speyerer Zimmertheater mit gleich drei Stücken an der Reihe: In der Komödie „Die Wunderübung“ geht ein zerstrittenes Paar nach 14 Ehejahren zur Paartherapie (2./3. März), in „Gift – eine Ehegeschichte“ trifft ein Paar nach zehn Jahren am Grab des gemeinsamen Kindes aufeinander (4. März) und in „Dienstag bei Morrie“ führen ein unheilbar erkrankter Lehrer und sein Schüler Gespräche über Ängste, Liebe und den Sinn des Lebens (5. März).
Jeden Monat einmal Kindertheater
Auch bereits bekannte Produktionen für Kinder nimmt das TAW einmal im Monat wieder auf. „Die kleine Hexe“ (29. Januar) , „Der geheimnisvolle Schatz der Datenpiraten“ (25. Februar), „Irgendwie anders“ (12. März) und „Neue Energie für den Grummel-Brummel“ (2. April) sind dann wieder auf der Bühne zu sehen. Für Konstanz sollen bei all den Neuerungen auch die Auftritte von Kättl Feierdaach mit ihrem Soloprogramm „Isch weess es jo aach net“ (24./25. Februar) sowie Alice Hoffmann als saarländische Hausfrau Vanessa Backes mit ihrem Programm „Torschlusspanik“ (16. April) sorgen. Und auch der musikalische Streifzug durch 32 Jahre Hitparade mit Sascha Fischer geht mit der sechsten Ausgabe von „Sascha singt“ weiter (29. April).
„Früher Freitag“ soll Familien ansprechen
Damit noch mehr Kulturbegeisterte die Chance haben, das Theater zu besuchen, hat Jürgen Hellmann zudem eine neue Reihe eingeführt. Bei „Der frühe Freitag“ werden die Eigenproduktionen zwei Stunden eher, also bereits um 18 Uhr gezeigt. Auch ein Getränk ist dann schon im Eintrittspreis dabei. Das Theater will damit noch familienfreundlicher werden.
Noch Fragen?
Das Programm gibt es im Internet unter www.tawfrankenthal.net. Tickets können online gekauft werden oder an der Theaterkasse im Foyer, Wormser Straße 109.