Ludwigshafen
CDU: E-Roller-Mikado muss ein Ende haben
„Der Beitrag der Roller zur Mikromobilität wird von den Problemen rund um dieses Gerät überschattet. Hier müssen dringend Verbesserungen und Regulierungen umgesetzt werden“, findet der Vorsitzende CDU-Stadtratsfraktion. Das unkontrollierte Ablegen der Roller an allen möglichen und unmöglichen Orten führe zu großen Problemen. „Leidtragende sind Menschen mit Behinderungen oder Eltern mit Kinderwagen, Fahrradfahrer, Autofahrer. Eigentliche alle, die sich im öffentlichen Verkehrsraum bewegen.“
„Verwaltung am Zug“
Im Beirat für Menschen mit Behinderung seien die Zustände rund um die Roller bereits stark kritisiert worden. Uebel: „Jetzt ist die Verwaltung am Zug und muss ein Konzept zur Verbesserung der Situation entwickeln, insbesondere im Hinblick auf die Sicherheit anderer Verkehrsteilnehmer.“ Auch der Bundesgesetzgeber sei gefordert, passgenaue Vorschriften für den Umgang mit den Rollern zu verabschieden, beziehungsweise nachzuschärfen. So müsse die Straßen- und die Elektrokleinstfahrzeugeverordnung angepasst werden. „Hier sind beispielhaft eine Helmpflicht und ein Alkoholverbot zu nennen.“ Technisch sei es bereits jetzt möglich, einzelne Bereiche des Stadtgebiets, etwa Parkanlagen, über die Elektronik der Roller automatisch abzuriegeln. „Das E-Roller-Mikado muss ein Ende haben“, bilanziert Uebel.
In Ludwigshafen bieten vier Verleihfirmen E-Roller an. Als Erstes ging am 31. Juli 2019 der Anbieter Tier mit seinen türkisfarbenen Scootern an den Start. Anfangs waren es nach Unternehmensangaben 200, ein Jahr später 350 bis 400. Nun ist von 3900 Tier-Scootern die Rede – allerdings in Mannheim und Ludwigshafen zusammen.