Ludwigshafen / Frankenthal CDU: Ärztlicher Notdienst ist akut gefährdet

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Für die Ludwigshafener CDU ist der ärztliche Notdienst akut gefährdet. Ihr Appell: „Wir brauchen seitens der Kassenärztlichen Vereinigungen und der Gesundheitsministerien in Mainz und Berlin konkrete und schnelle Maßnahmen.“

Hintergrund: Die Rechtsprechung fordert eine Sozialversicherungspflicht für viele Mediziner, die in den Bereitschaftsdienstzentralen Dienste schieben. Darauf hat die Kassenärztliche Vereinigung reagiert. Sie wird mehrere Bereitschaftsdienstzentralen in Rheinland-Pfalz, darunter in Frankenthal, schließen.

„Massive Einschränkung“

In Ludwigshafen sollen die Dienstzeiten deutlich reduziert werden. Ab 1. Januar solle es weder montags noch dienstags einen Notdienst geben, an den restlichen Wochentagen nur noch bis 22 Uhr. Das werde zu einer massiven Einschränkung des Bereitschaftsdienstes führen, befürchtet die Union. „Wohin sollen Patienten gehen, wenn sie nachts ein gesundheitliches Problem haben? Unsere Krankenhausambulanzen sind dafür nicht vorgesehen und haben auch keine Kapazitäten. Die Möglichkeit, dass die niedergelassenen Ärzte in Ludwigshafen einen zusätzlichen nächtlichen Bereitschaftsdienst in Eigenregie aufbauen, bleibt utopisch, weil jetzt schon alle Praxen bis an die Grenzen ihrer Belastbarkeit arbeiten“, so die CDU, die weiter fragt: „Was machen die vielen Senioreneinrichtungen, wenn nachts ein Patient versorgt werden muss?“ Diese Situation verschärfe die Patientenversorgung in einer Zeit, in der die Krankenhäuser gleichzeitig ums finanzielle Überleben kämpfen. Wenn der Bund das Thema Notfallversorgung jetzt erst im Rahmen einer Reform angehen wolle, sei das viel zu spät, so Peter Uebel, Mediziner und CDU-Fraktionsvorsitzender im Stadrat.

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