Ludwigshafen
Barrierefreiheit: Ruchheims Bushaltestellen werden ausgebaut
Mit Rollstuhl oder Rollator in einen Linienbus zu kommen, ist eine Herausforderung. Ohne Hilfe in Anspruch zu nehmen, schaffen es Menschen mit Behinderung nicht, die Hürde zu überwinden. Deshalb werden immer mehr Haltestellen barrierefrei ausgebaut – auch in Ruchheim stehen die Haltestellen „Ruchheim Schloss“ und „Ruchheim Steig A“ sowie „Steig B“ auf dem Plan. Im Januar 2023 hatte die Stadtverwaltung mitgeteilt, die Haltestellen seien in einem Ausbaupaket enthalten. Jetzt versucht die SPD-Ortsbeiratsfraktion, wieder etwas Fahrt in die Sache zu bringen. Sie fordert einen Sachstandsbericht.
Ausbaupaket gilt weiter
Die Haltestellen seien weiterhin im Ausbaupaket enthalten, teilt die Verwaltung schriftlich mit. Das Paket sei auch weiterhin aktuell. Allerdings befinde man sich noch in der Planungsphase, so der Bereich Tiefbau der Stadtverwaltung. „Es ist vorgesehen, nach Abschluss des Entwurfs einen Förderantrag zu stellen und nach dessen Bewilligung Bauleistungen auszuschreiben und umzusetzen“, heißt es darin zum zeitlichen Ablauf. Demnach könne auch noch nicht gesagt werden, wann die Arbeiten fertig sind. Das hänge auch von der Dauer des Prüfverfahrens beim Fördermittelgeber ab.
„Welche Umstände führten zu den Verzögerungen?“, lautet eine Frage der SPD. Dafür sei die personelle Situation beim Tiefbauamt verantwortlich, heißt es dazu. Neben der Elternzeit der Projektleitung gebe es auch einen längeren Krankenstand bei der Stellvertretung.
Fördermittel werden beantragt
Gute Nachrichten gibt es dennoch: Neben den Haltestellen in dem vor zwei Jahren vorgestellten Ausbaupaket werde man alle Haltestellen in Ruchheim ausbauen, so das Amt. Auch die Bushalte „Am Sportplatz“, „Brunnenweg“ und „Paul-Münch-Straße“ habe man im Blick. Die Reihenfolge des barrierefreien Ausbaus von Haltestellen in Ludwigshafen folge einer Priorisierung des durch den Stadtrat beschlossenen Nahverkehrsplans 2018 des Bereichs Stadtplanung, Verkehrsplanung und Stadterneuerung. „Die genannten Haltestellen wurden nicht priorisiert, werden aber in der Folge ebenfalls sukzessive barrierefrei ausgebaut“, heißt es vom Tiefbauamt.