Ludwigshafen
Ausweichquartier für Georgensschule: SPD fordert sachliche Debatte
In Rheingönheim neben dem Luitpoldhain (Gabriele-Münter-Straße) soll das Ausweichquartier für die Oggersheimer Schule mit dem Förderschwerpunkt ganzheitliche Entwicklung errichtet werden. Die CDU hatte diese Eilentscheidung der Stadtverwaltung scharf kritisiert. Die SPD fordert als Reaktion eine sachliche Debatte.
Sowohl die Stadtrats- als auch die Rheingönheimer Ortsbeiratsfraktion der SPD betonen, dass die Diskussion über Fehler oder mögliche Verbesserungsmöglichkeiten nicht auf den Rücken der Kinder oder der Lehrkräfte der Georgensschule ausgetragen werden darf. „Wir sehen keinerlei Grund für eine öffentlichkeitswirksame Empörung. Es geht um die Schüler der Georgensschule. Da müssen wir auf der Sachebene diskutieren, um die beste Lösung zu finden“, erklären Thomas Engeroff und Oliver Bellin (Ortsbeirat) gemeinsam mit der Fraktionsvorsitzenden im Stadtrat, Julia May zu den jüngsten CDU-Verlautbarungen.
„Auch wir sind nicht glücklich über das Verfahren zum Ausweichquartier der Georgensschule, in das der Ortsbeirat nicht einbezogen wurde. Auch wir wünschen uns für die Zukunft eine vorausschauende Planung, die nicht mit teurer Containermiete verbunden ist, sondern ein Konzept bietet, das einen echten Mehrwert für die Stadt und den Stadtteil hat. Das darf aber nicht auf dem Rücken der Kinder oder der Lehrkräfte der Georgensschule ausgetragen werden“, unterstreicht Engeroff.
„Unterstützen und nicht blockieren“
„Wir haben in der Sondersitzung im Ortsbeirat zu dem Eilverfahren unseren Unmut deutlich gemacht und der Verwaltung Impulse mitgegeben, die es zu prüfen gilt. Eine wirtschaftliche und nachhaltige Lösung ist in unser aller Interesse – aber jetzt wegen der fehlenden Begrünung der gemieteten Container das Verfahren stoppen zu wollen, ist egoistisch und politisch nicht nur kurzsichtig, sondern blind. Es geht hier um Kinder mit Beeinträchtigungen und deren Lehrer, die jeden Tag mit großen Herausforderungen einen tollen Job machen – hier müssen wir als politische Vertreter unterstützen und nicht blockieren“, fordert May.