Vorderpfalz Öffentlicher Dienst: Warnstreik am Mittwoch

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Die Gewerkschaft Verdi hat im Tarifkonflikt des Öffentlichen Dienstes für Dienstag und Mittwoch Warnstreiks in der gesamten Pfalz angekündigt. Am Mittwoch ist auch Ludwigshafen betroffen. „Das Verhalten der Arbeitgeber lässt den Beschäftigten im Öffentlichen Dienst keine andere Möglichkeit, als sich mit Arbeitsniederlegungen in den Betrieben und Dienststellen zu wehren“, betont Jürgen Knoll als Verdi-Geschäftsführer im Bezirk Pfalz. Der Verhandlungsauftakt sei enttäuschend gewesen. Von Wertschätzung für die Beschäftigten habe man nichts gespürt. Am 15. Februar werden alle Beschäftigten zu Streikversammlungen in Ludwigshafen und Kaiserslautern aufgerufen. Knoll rechnet an beiden Tagen mit Kita-Schließungen und Einschränkungen in vielen anderen Bereichen des Öffentlichen Dienstes.

10,5 Prozent mehr Gehalt

Verdi fordert in der anstehenden Tarifrunde für die Angestellten von Bund und Kommunen 10,5 Prozent mehr Gehalt, mindestens aber 500 Euro mehr im Monat bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. In Ludwigshafen ist für Mittwoch ab 8 Uhr am Berliner Platz/Heny-Roos-Passage ein Treffen geplant. Fünf Busse bringen die Streikenden laut Verdi aus Grünstadt, Frankenthal, Haßloch, Schifferstadt und Speyer bis 9 Uhr dort hin. Um 9.30 Uhr werden sich die Streikenden auf einen Demonstrationszug durch die Innenstadt begeben. Enden wird er gegen 10.30 Uhr wieder am Berliner Platz, wo ab 10.45/11 Uhr die Kundgebung stattfindet. Auf dieser werden Verdi-Vertreter sprechen, die mit 800 Streikenden rechnen. Als Streikbetriebe betroffen seien in Ludwigshafen die Sparkasse Vorderpfalz, die Stadtverwaltung, Kindertagesstätten, der Wirtschaftsbetrieb WBL, das Kinderzentrum, das Klinikum, der Energieversorger TWL, die Marketinggesellschaft Lukom, die Arbeitsagentur und die Kreisverwaltung.

Komba-Gewerkschaft: Große Kampfbereitschaft

Auch in Ludwigshafen und Umgebung sei der Zorn der Beschäftigten, nicht nur in der Stadtverwaltung, groß. Streikleiter und Mitglied des Komba-Landesvorstands im Beamtenbund (DBB), Manfred Spies, berichtet von besonders großer Arbeitskampfbereitschaft der Arbeitnehmer: „Die Aufgaben und Schwierigkeiten werden immer mehr, und den Arbeitgebern fällt nichts anderes ein, als die vorhandenen Mitarbeiter immer weiter zu überlasten“, sagt der Gewerkschafter.

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