Landau
Riesenrad bereichert Nikolausmarkt
Landau hält vorerst nicht nur an seinen Plänen für einen über die Innenstadt verteilten Nikolausmarkt fest, der am Donnerstag, 25. November, starten soll, sondern hat auch einen neuen Teilnehmer bekanntgegeben: Bereits am morgigen Dienstag startet das Wormser Schausteller-Unternehmen Göbel den Aufbau eines Riesenrads auf dem Obertorplatz vor dem Französischen Tor. Am selben Tag lässt auch der Edenkobener Geschäftsmann Alexander Kurz (Gaumenfreunde) eine Eisbahn auf dem Untertorplatz aufbauen. „Es bleibt spannend“, sagen Kurz und Tobias Göbel, Geschäftsführer des Wormser Familienunternehmens, das auch im Sommer schon ein Riesenrad auf dem Rathausplatz stehen hatte.
Was machen die Länder?
„Es ist alles im Fluss“ sagen aber auch Oberbürgermeister Thomas Hirsch (CDU) und der für Tourismus zuständige Beigeordnete Alexander Grassmann (FDP), denn erst am Donnerstag tagen die Ministerpräsidenten der Länder zur sich von Tag zu Tag verschärfenden Corona-Lage. Hirsch rechnet nicht mit einer kompletten Absage aller Weihnachtsmärkte. Vielmehr wolle Rheinland-Pfalz offenbar daran festhalten, Veranstaltungen im Freien ohne weitere Auflagen zuzulassen. Hirsch nannte dies „fast schon surreal“ angesichts von Forderungen nach Absagen solcher Veranstaltungen. Beispielsweise das Robert-Koch-Institut hatte vor Großveranstaltungen gewarnt.
Falls sich die Haltung des Landes im Licht neuer Ereignisse oder weitergehender Forderungen anderer Ministerpräsidenten noch ändern sollte, will Landau reagieren, eventuell mit einer „fiktiven 3G-Regel“: Bei stichprobenartigen Kontrollen müssten Besucher dann nachweisen können, geimpft, genesen oder getestet zu sein. Generelle Zugangskontrollen zum Nikolausmarkt hält Hirsch für nicht machbar, weil die Attraktionen erstmals nicht auf dem Rathausplatz konzentriert sind, sondern sich auf die Innenstadt verteilen. Den Zugang zu kontrollieren, dürfte also weder faktisch, noch juristisch möglich sein.
Stadt will ständig nachschärfen
Weitere Möglichkeiten der Corona-Vorsorge sind laut Stadt eine Maskenpflicht oder Zugangskontrollen an einzelnen Stellen, wie zum Beispiel dem Kunsthandwerkermarkt im ehemaligen Kik in der Marktstraße 29 oder bei Riesenrad oder Eisbahn sowie Hygienekonzepte. „Wir haben die Ungewissheit, dass wir noch einige Tage auf Sicht fahren müssen“, so der Oberbürgermeister – der aber auch nicht ausschließt, dass die Stadt sogar bis zum Ende des Nikolausmarktes „nachschärfen“, also ständig neu überdenken, müsse, was je nach Entwicklung der vierten Corona-Welle an zusätzlichen Regeln erforderlich wird.
Eher schon eine Kuriosität am Rande: Eine Maskenpflicht beim Nikolausmarkt würde dann auch wieder auf dem Wochenmarkt gelten, auf dem sie gerade erst abgeschafft worden war.
Nach Angaben von Geschäftsführer Tobias Göbel handelt es sich bei dem Riesenrad an neuer Stelle um das 38 Meter hohe Colossus, das wegen seiner kleineren Aufstellfläche für Innenstädte gut geeignet ist. Es wird vom 25. November (Eröffnung des Nikolausmarktes) bis 21. Dezember in Betrieb sein, eventuell mit Verlängerung bis zum 9. Januar. Göbel-Riesenräder standen früher zweimal im Jahr auf dem Maimarkt und dem Herbstmarkt, zuletzt drehte sich das 45 Meter hohe „Juwel“ während Corona auf dem Rathausplatz.
Am Sonntag, 28. November, öffnen in Landau wegen des Nikolausmarktes auch die Läden. Dabei handelt es sich um eine Veranstaltung des AKU, des Vereins der aktiven Unternehmer.