Landau
Parkplatz-Bau: Stadt reagiert auf RHEINPFALZ-Bericht
Die Stadt weist zunächst darauf hin, dass es niemals geplant gewesen und auch unmöglich sei, über 100 Parkplätze in der Straße anzulegen. „Das ist schlicht und ergreifend nicht richtig“, heißt es in der Stellungnahme. Es gebe „lediglich einen Arbeitsplan, in dem beidseitige durchgehende Parkreihen eingezeichnet sind. Damals war die ganze Bebauung aber noch gar nicht bekannt! Mit diesen Zahlen zu argumentieren, ist sachlich falsch“. Berücksichtige man die Einmündungen, Zufahrten und Bushaltestellen, verblieben „selbst auf diesem Arbeitsplan höchstens 70 Parkplätze. Die Zahl von ehemals 100 geplanten Parkplätzen ist definitiv falsch und wurde von uns auch nie so kommuniziert“, betont die Verwaltung.
Damit wendet sich die Stadt gegen Aussagen des Stadtrats Bernd Löffel (CDU), der mehrfach von 100 Parkplätzen gesprochen hatte. Diese Aussagen waren in der Vergangenheit vom damaligen Verkehrsdezernenten Lukas Hartmann (Grüne) auch bereits zurückgewiesen worden.
Was die Stadt warum plant
Deshalb, so argumentiert die Stadt weiter, handele es sich nicht um einen Ersatz für zu wenige öffentliche Parkplätze. „Zumal der Parkplatz in den nächsten Jahren ja auch gar nicht öffentlich betrieben wird.“ In der jüngsten Stadtratssitzung hatte Oberbürgermeister Dominik Geißler (CDU) noch mit der Argumentation um Zustimmung geworben, es würden Parkplätze geschaffen. „Und die sind nicht zugeordnet. Die sind auch nicht dem Grünewald (Bauherr Fitter Campus, Anm. d. Red.) später zugeordnet, sondern der Allgemeinheit.“
Was passieren soll, erklärt die Stadtverwaltung: Auf der südlichen Teilfläche des Baufeldes 37, einem Grundstück im Norden der Paul-von-Denis-Straße, errichte die Stadt, wie berichtet, 21 Stellplätze. Übergangsweise bis spätestens 31. Dezember 2030 sollen diese 21 sowie einige weitere Stellplätze nur dem Fitter-Campus als Stellplatznachweis für dessen Bauvorhaben dienen. Sie dürfen so lange nur von Bewohnern, Besuchern sowie Anliegern der in dem ersten Bauabschnitt des Bauvorhabens „Fitter Living“ hergestellten Wohn- und Gewerbeeinheiten genutzt werden. Dies vor dem Hintergrund, dass die Zufahrt zur Tiefgarage des Baufeldes Nord über das Baufeld Süd hergestellt werden muss bzw. soll, um keinen Parklift auf dem Grundstück des Baufeldes Nord einbauen zu müssen. Fitter Campus werde eine Schranke installieren.
Zudem sei das Premium-Grundstück knapp 4000 Quadratmeter groß, davon würden „lediglich circa 750 m²“ für den Parkplatz benötigt. „Der Satz ,… das nun nicht entwickelt, sondern zum Parkplatz wird.’ Ist daher unzutreffend. Damit wird auch kein ,Premium-Grundstück geopfert’.“ Das ist korrekt, es wird nur teilweise, also zu rund 20 Prozent, bebaut.
