Landau RHEINPFALZ Plus Artikel Impfzentrum noch nicht verzichtbar

Stadt und Kreis halten an niedrigschwelligen Impfangeboten fest.
Stadt und Kreis halten an niedrigschwelligen Impfangeboten fest.

Nur in fünf der 25 Impfzentren in Rheinland-Pfalz ist derzeit noch die Auslastung hoch. In allen anderen gibt es noch kurzfristig Impftermine. So stellt es das Land auf seiner Internetseite zu Impfterminen dar. Zu den nur gering ausgelasteten Impfzentren gehören auch die in Landau und Wörth. Die Landauer Einrichtung steht trotzdem nicht zur Disposition.

In der kommunalen Einrichtung in Landau in der Albert-Einstein-Straße 29 sind seit Anfang März täglich im Schnitt 89 Impfungen verabreicht worden, wenn auch mit einer großen Schwankungsbreite von 17 bis 173 Impfungen. Allerdings sind die Zahlen weit von dem entfernt, was im Vorläufer-Impfzentrum des Landes an derselben Stelle verimpft worden war: Damals war zeitweise im Minutentakt geimpft worden, der Rekord hatte bei 1800 verabreichten Spritzen in zwölf Stunden am 29. April 2021 gelegen.

Niemand weiß, wie sich Pandemie entwickelt

Auch wenn der Andrang nun also deutlich nachgelassen hat, dürfte der Bedarf noch immer größer sein, als dass ihn die Hausarztpraxen in Landau problemlos zusätzlich verkraften könnten. Oberbürgermeister Thomas Hirsch denkt daher auch noch nicht über eine Schließung des kommunalen Impfzentrums nach. „Ich halte es angesichts der hohen Inzidenzwerte und der im vergangenen Jahr gemachten Erfahrungen für falsch, die Impfzentren und Impfstellen verfrüht zu schließen“, so Hirsch. Niemand wisse, wie sich die Pandemie weiter entwickelt. „Wenn wir wieder in eine Situation kommen, in der innerhalb kurzer Zeit viele Menschen geimpft werden wollen und geimpft werden müssen, kommen wir wieder in die Bredouille.“

Noch immer viele Erstimpfungen

Hirsch kündigte lediglich an, „an einigen Stellschrauben für unsere Impfstelle“ zu drehen. So sollen die Öffnungszeiten pro Woche von 37 auf 30 Stunden verkürzt werden. Dafür wird ab kommender Woche aber auch samstags geimpft, um ein besonders niederschwelliges Angebot bieten zu können.

Interessanterweise gibt es noch immer viele Erstimpfungen, und das nicht nur an Tagen, an denen ausschließlich der Novavax-Impfstoff verabreicht wird, den auch virele Menschen akzeptieren, die den neuartigen MRNA-Impfstoffen von Biontech und Moderna skeptisch gegenüberstehen.

Virus weiter gefährlich

Angesichts der Lockerungen auf Bundes- und Länderebene und mit Blick auf die hohen Fallzahlen in der Region appellieren Hirsch und Landrat Dietmar Seefeldt an die Bürgerinnen und Bürger, weiter vorsichtig und rücksichtsvoll zu sein. „Auch, wenn die Omikron-Variante zunehmend leichtere Krankheitsverläufe mit sich bringt, dürfen wir uns davon nicht blenden lassen.“ Das Virus sei nach wie vor brandgefährlich und sorge aufgrund von erhöhten Personalausfällen auch in den Krankenhäusern für eine angespannte Situation.

Termine

  • Ab 28. März ist die Impfstelle montags von 8 bis 15.45 Uhr, mittwochs und freitags von 8 bis 12.45 Uhr, donnerstags von 10 bis 17.45 Uhr und samstags von 9 bis 12.45 uhr geöffnet. Dienstags bleibt die Einrichtung geschlossen; ebenso an Ostersamstag, 16. April. Mittwochs wird ausschließlich der Impfstoff von Novavax verimpft.
  • Auch der Impfbuss des Landes kommt wieder in die Südpfalz. Dies sind die Stationen (jeweils von 10 bis 17 Uhr): Donnerstag, 24. März, Hauptstraße 19a in Böbingen; Montag, 28. März, Dorfgemeinschaftshaus Hochstadt; Montag, 4. April, Parkplatz des Wasgau-Markts, Maikammer; Freitag, 8. April, Hohenstaufensaal Annweiler; Dienstag, 12. April, Festhalle Herxheim; Donnerstag, 14. April, Parkplatz der Mehrzweckhalle Knöringen; Dienstag, 19. April, Schlosshalle Bad Bergzabern; Donnerstag, 21. April, Baron-von-Holbach-Platz in Edesheim; Dienstag, 26. April, Parkplatz des Wasgau-Markts in Offenbach.
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