Am Rande Digitalisierung: Schon immer #Neuland

Running Gag: Breitbandausbau.
Running Gag: Breitbandausbau.

Der Eintritt in die digitale Neuzeit ist nicht leicht. Die gesamte Gesellschaft muss sich im übertragenen Sinn durch eine Telefonbuchse ins Netz drücken. Da kann einiges gut klappen, anderes hakt. Die Landauer CDU wollte wissen, wie weit denn die Stadt auf dem Weg ins digitale Zeitalter vorangeschritten ist. Die CDU ist die Partei, deren damalige Vorsitzende Angela Merkel 2013 sagte: „Das Internet ist für uns alle Neuland.“ Gut, damals war das Internet noch jung – 20 Jahre zuvor war der erste Browser auf den Markt gekommen, zehn Jahre zuvor begann die heutige Netzära mit dem Start der ersten Social-Media-Plattformen (Web 2.0). Angela Merkel ist übrigens gleichzeitig die Bundeskanzlerin, die laut eines Artikels des Nachrichtenmagazins Der Spiegel 2009 versprochen hatte, dass bis 2014 überall Breitbandanschlüsse verfügbar seien. Das sei nur am Rande erwähnt.

Einige Auszüge aus dem nun vorgelegten Bericht der Stadt auf die CDU-Anfrage: In diesem und dem kommenden Jahr sollen alle Landauer Schulen „mit einer vollumfänglichen digitalen Infrastruktur (Stromleitungen und EDV-Leitungen) sowie einer WLAN-Ausleuchtung“ versorgt werden. Teilweise läuft ein System, durch das Akten der Verwaltung elektronisch geführt werden können – auch Rechnungseingänge werden digital verwaltet und bearbeitet. Man halte sich fest: Die Stadt kauft Büromaterial online.

Wie weit die Stadtverwaltung aber abseits eines schönen Berichts digitalisiert ist, brachte SPD-Fraktionsvorsitzender Florian Maier im Hauptausschuss auf den Punkt. Wenn er als Ortsvorsteher Dammheims zu einer Sitzung einlade, laufe das so: Er erstelle die Einladung, drucke sie aus und unterschreibe sie. Dann übergebe er die Einladung an einen Boten, der sie ins Rathaus zum Gegenzeichnen bringe. Dieser Bote bringe die Einladung dann zurück zu Maier, der sie scanne und versende. Kein weiterer Kommentar nötig.

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