Landau
Aldi hat große Pläne in Landau
Es wird langsam ernst mit dem bereits 2018 angekündigten Abriss und Neubau des Aldi-Marktes in der Annweilerstraße. In den Stockwerken darüber soll ein Studierendenwohnheim entstehen, so wie Aldi dies bereits in der Maximilianstraße vorexerziert hat. Die Stadt hat eine Baugenehmigung erteilt.
Weil dies ein Großprojekt wird und mit einer längeren Bauzeit zu rechnen ist, sorgt sich der Discounter um Kundschaft und Beschäftigte. Um beide zu halten, will er einen provisorischen Markt in Leichtbauweise aufstellen, so wie dies Lidl beim Neubau des Marktes in der Wieslauterstraße getan hatte. Damals stand der Behelfsmarkt in der Straße Im Justus.
Alte Bauten werden abgerissen
Aldi will seine Interimsfiliale in Leichtbauweise an der Weißenburger Straße/Ecke Dörrenbergstraße aufstellen und 80 Parkplätze für Kunden schaffen. Sie soll bis Mai 2027 genutzt werden. Auf dem großen Grundstück gibt es noch ungenutzte alte Gebäude, Garagen und einen Gewerbebau, die abgerissen werden sollen. Die Zufahrt soll an der Dörrenbergstraße liegen, gegenüber der Montessorischule. Die Ampelkreuzung mit der Weißenburger Straße wird laut einem Gutachten durch den zusätzlichen Verkehr nicht überlastet, heißt es in der Beschlussvorlage für den Bauausschuss, der dem Vorhaben am Dienstagabend einmütig zugestimmt hat. Wie genau An- und Abfahrt geregelt werden, steht noch nicht fest. Ebenso soll noch mit der Montessorischule erörtert werden, wie die Schülerinnen und Schüler sicher in die Schule und nach Hause kommen.
Um den Einzelhandel vorübergehend zu ermöglichen, sind Befreiungen vom Bebauungsplan erforderlich, der dort nur Gewerbe vorsieht. Damit haben Verwaltung und Ausschuss kein Problem. „Wer A sagt, muss auch B sagen“, meinte Ausschussmitglied Bernd Löffel (CDU). Wenn man das Studierendenwohnheim wolle, müsse man Aldi wegen der verlängerten Bauzeit den provisorischen Markt ermöglichen. Oberbürgermeister Dominik Geißler (CDU) sieht das ähnlich: Erstens habe man Lidl eine ähnliche Lösung ermöglicht, zweitens sei das Wohnheimprojekt gut. Das Wohnheim, das nach früheren Berichten vom Studierendenwerk Vorderpfalz langfristig angemietet und verwaltet werden soll, wird Platz für knapp 200 Studierende bieten.