Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel „Niemanden herausheben“: A-Klassen-Meistertrainer lobt das Kollektiv

Die Meistermannschaft der A-Klasse Südpfalz.
Die Meistermannschaft der A-Klasse Südpfalz.

Der ASV Lug/Schwanheim ist Meister der A-Klasse Südpfalz. Zur Meisterschaft gibt es viele Diskussionen aufgrund einer Verbandsentscheidung. Die Freude ist dennoch groß.

Die Mannschaft mit der stärksten Offensive und der besten Abwehr ist Meister der A-Klasse Südpfalz. 95:45 Tore und 71 Punkte aus 30 Spielen stehen für den ASV Lug/Schwanheim zu Buche. Das ist ein Fakt, wenn die Meisterschaft der Mannschaft aus dem Pfälzerwald wohl auch noch für einige Zeit für Diskussionen sorgen wird.

Der Titel kam am „grünen Tisch“ zustande, da die Gebietsspruchkammer des Südwestdeutschen Fußballverbandes dem VfB Hochstadt den Sieg im Duell mit Lug/Schwanheim nach einem Vorfall zwischen einem Spieler und einem Zuschauer aberkannte. Stattdessen wurde die Partie für Lug als gewonnen gewertet, die beiden Teams tauschten so die Tabellenplätze vor dem finalen Spieltag. Die Verbandsentscheidung sorgte für viele Diskussionen.

Feierlichkeiten in der Südwestpfalz

Der Titel wurde in der Südwestpfalz trotzdem groß gefeiert. „Viele Zuschauer waren am Sportplatz in Schwanheim dabei“, sagt Spielertrainer Kai Schacker. „Der Zusammenhalt ist sehr groß und jeder Spieler gibt alles für den anderen“, das macht laut Schacker die Stärke des ASV Lug/Schwanheim aus.

Leistungsträger will er nicht nennen. „Wir haben viele, da möchte ich aber keinen herausheben.“ Die Mannschaft weist eine gesunde Mischung aus jungen und älteren Akteuren auf. Der Altersdurchschnitt liegt bei 24 Jahren. Was Lug/Schwanheim auszeichnet, ist der hohe Anteil an lokalen Spielern. Wenn man sich im Dorf immer wieder trifft, dann sind die Identifikation und die Kameradschaft hoch.

Kleinere Schwächephase

Der Start in die Saison verlief durchwachsen. Nach der 5:4-Niederlage gegen den Bezirksliga-Absteiger TSV Landau folgte eine 2:4-Pleite gegen den FV Neuburg. Dennoch betrug am 13. Spieltag der Vorsprung als Tabellenführer drei Punkte. Sogar deren fünf waren es vor der Winterpause. Kleinere Schwächephasen gab es immer wieder.

Wie wurde diesen entgegengesteuert? Spielertrainer Schacker: „Wir haben im Training noch mal die Intensität erhöht und an der Taktik kleine Dinge verändert, die aber sehr wichtig waren.“

Urteil führt zum Wechsel an der Tabelle

Trotzdem kam es im Laufe der Rückrunde zum Führungswechsel in der Tabelle. Plötzlich lag der ASV hinter dem VfB Hochstadt und es schien, als ob Lug/Schwanheim nur auf Platz zwei landen würde. Bis zu jenem Urteil gegen die Hochstadter, welches im Mai dann gefällt wurde. Zu dieser Entwicklung will sich Kai Schacker nicht äußern.

Stattdessen aber zum Sportlichen: Als Toptorjäger der Meistermannschaft geht Yannik Roth mit 19 Treffern hervor, gefolgt von Marvin Tursa (18), Paul Schwarzmüller (13) und Schacker (12). Sie alle bleiben der Mannschaft auch in der kommenden Bezirksliga-Saison erhalten. Die Vorgabe für die kommende Spielzeit ist klar: „Wir wollen schnellstmöglich so viele Punkte wie möglich sammeln, damit wir nichts mit dem Abstieg zu tun haben.“ Mit einem bisherigen Zuschauerschnitt von 160 dürfte die Unterstützung von außen gesichert sein.

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