Fußball
Nach Wildwechseln und 170 Spielen: Landauer Jonas Vogt will neue Herausforderung
Etwa 170 Mal zog Jonas Vogt das Trikot des FK Pirmasens über. Nun wechselt der gebürtige Landauer nach 13 Jahren von der Südwest- in die Vorderpfalz und schnürt künftig für den FV Dudenhofen die Schuhe. Für den 25-Jährigen ein großer Schritt.Als Knirps kickte Vogt bei Landau West, wo sein Vater Stefan Jugendtrainer und Spielleiter war. Dann ging es in die Nachwuchsabteilungen des Karlsruher SC und des FSV Offenbach. Der erste Kontakt mit dem FKP war aber eher ein Zufallsprodukt. Sein Fußballkumpel Aaron bekam eine Einladung zum Probetraining bei „die Club“. Dessen Vater fragte Jonas, ob er nicht mitfahren und auch vorspielen wolle. Gesagt, getan. Nachdem Jonas, damals noch C-Jugendlicher, einen prima Eindruck in Pirmasens hinterließ, konnte die Karriere beim FKP beginnen.
Tunnelsperrungen und Wildwechsel
Zunächst wechselten sich die Eltern mit der Fahrerei aus der Vorder- in die Südwestpfalz ab. Dreimal Training, dazu ein Spiel, das war die wöchentliche Regel. Mit 18 Jahren und dem Führerschein in der Tasche fuhr Jonas dann selbst. „Bis auf Schrecksekunden bei zig Wildwechseln verliefen die Fahrten bis heute ohne Problem“, sagt der 25-Jährige, der eine Ausbildung zum Erzieher macht. Auch an ungezählte Tunnelsperrungen und Umleitungen über Rinnthal und Sarnstall kann er sich erinnern.
Als Aktiver absolvierte er in den Verbandsliga- und Oberliga-Mannschaften rund 170 Spiele. Meist als Linksverteidiger, obwohl er in der Jugend gerne im Mittelfeld agierte. Keine zehn Treffer, so die Ausbeute. „Als Abwehrspieler löst man nicht so oft Torgefahr aus“, betont Vogt.
Unzufrieden mit Spielzeit
Zuletzt saß er in Pirmasens oft auf der Bank. Das spielt auch die dominierende Rolle bei seinem Wechsel nach Dudenhofen. „Ich wollte einfach mehr Spielzeit.“ Im Dezember bahnten sich die ersten Kontakte zum FV Dudenhofen an. Vor allem die Gespräche mit Sportdirektor Nico Henrich gaben den Ausschlag, dort eine neue Herausforderung zu suchen. „Das ganze Umfeld gefiel mir auf Anhieb, alles so angenehm, familiär und freundschaftlich“, gibt Vogt die Eindrücke wider.
Damals war allerdings nicht abzusehen, dass Dudenhofen den Klassenerhalt in der Oberliga nicht schafft. Ob er sich auch für die Vorderpfalz entschieden hätte, wenn der Abstieg klar gewesen wäre? „Ja“ lautet die Antwort, wie aus der Pistole geschossen. „Ich habe mir alles lange überlegt. Ich will eine neue Herausforderung, ein neues Kapitel“, sagt der Landauer. Über den FKP, die Mitspieler oder die Vereinsführung verliert er kein schlechtes Wort. Er habe viele Freunde gewonnen, mit denen er auch weiterhin Kontakt pflegen will. In der neuen Spielzeit legt er sich dann für Dudenhofen ins Zeug.