Südwestpfalz / Thaleischweiler-Fröschen Tempolimit, Atomkraft, Cannabis – das sagen Bundestagskandidaten
Beim Wahlforum der RHEINPFALZ mit Oberstufenschülern der IGS Thaleischweiler-Fröschen sollten die Direktkandidaten im Wahlkreis Pirmasens am Ende Farbe bekennen und schnell antworten: Die Schüler hatten sich neun Fragen zu aktuellen Themen ausgedacht. Die Kandidaten hatten Kellen mit Kreisen, eine Seite grün für „Ja“, die andere rot für „Nein“.
Die Schüler wollten wissen: Soll auf Autobahnen ein Tempolimit von 130 Kilometern pro Stunde eingeführt werden? Soll die Freigabe von Cannabis wieder zurückgenommen werden? Soll es Volksentscheide auf Bundesebene geben? Soll es eine Obergrenze für Flüchtlinge geben? Soll die Bundesrepublik Taurus-Raketen an die Ukraine liefern? Soll der Bundestag ein Verbotsverfahren gegen die AfD beschließen? Soll es ein bundesweites Zentralabitur geben? Soll ein Schwangerschaftsabbruch wie aktuell laut Paragraf 218 als rechtswidrig gelten? Soll Deutschland wieder Atomkraftwerke ans Netz bringen? Die Antworten spiegeln die Meinung der Direktkandidaten wider, nicht zwingend die der Partei, für die sie antreten.
Darum waren nicht alle Direktkandidaten eingeladen
Am Wahlforum nahmen die Direktkandidaten im Wahlkreis 209 teil: Angelika Glöckner (SPD), Florian Bilic (CDU), Iris Nieland (AfD), Dominik Fey (Grüne), Anne Oberle (FDP), Peter Kalmes (BSW) und Ellen Oelkers (Linke), die Daniel Melzel vertrat, der verhindert war.
Bei der Bundestagswahl am 23. Februar im Wahlkreis Pirmasens treten zehn Direktkandidaten an. Für das Wahlforum an der IGS Thaleischweiler-Fröschen hat DIE RHEINPFALZ eine Auswahl getroffen. Schon bei sieben Kandidaten wurde die Zeit von anderthalb Stunden knapp, um auf alle Fragen einzugehen, die die Schüler im Unterricht vorbereitet hatten. Eingeladen waren deshalb nur die Vertreter der sieben Parteien, die bereits in Fraktionsstärke im Bundestag sitzen. Als Wahlkreiskandidaten treten zudem an: Jens Specht (Freie Wähler) aus Trippstadt, Barbara Schwarz (Tierschutzpartei) aus Dahn und Heinz Berta (Bündnis Deutschland) aus Mehren im Westerwald.
