Massweiler
Straßenausbau geht schneller voran als gedacht
Schon vor Weihnachten konnte mit dem zweiten Bauabschnitt begonnen werden – dem Ausbau zwischen Ring- und Fabrikstraße, also vom Ortseingang bis zur Abzweigung Richtung Grundschule und Sportplatz. Dass die Arbeiten schneller vorankamen, als ursprünglich geplant, hat mehrere Gründe. Zum einen habe das Wetter bis dato mitgespielt, sagt Bold. Zum anderen funktioniere die Baustellenkoordination des beauftragten Bauunternehmens – die Firma Wust aus Simmern, die auch die Ortsdurchfahrt Reifenberg ausbaut, – sehr gut. Das betrifft sowohl den Einsatz von Maschinen als auch von Arbeitskolonnen.
Während auf der Baustelle in Maßweiler noch winterliche Ruhe herrscht, werden in Simmern bereits die folgenden Bauarbeiten vorbereitet. Dazu zählt die Einmündung in die Fabrikstraße. Ein wichtiger Punkt beim Straßenausbau, denn der betrifft die Zufahrt Richtung Sportplatz und Firma Uniplast sowie zu Schule und Kindergarten.
Im Sommer soll auch der Kreisel fertig sein
Ausgebaut wird die komplette L 476, die die L 477 (von Thaleischweiler-Fröschen nach Rieschweiler-Mühlbach) mit der L 466 (von Rieschweiler Richtung Schmitshausen und Reifenberg) verbindet. Mit Kosten von 4,5 Millionen Euro ist die Gesamtbaumaßnahme veranschlagt. Bis Sommer 2021 soll Teil eins der Baumaßnahme abgeschlossen sein. Das sind die jetzt laufenden Arbeiten, die im Juli 2020 an der Einmündung an der Faustermühle begonnen haben. Bis Sommer soll auch der Kreisel in der Ortsmitte fertig sein, wo die Haupt- die Wald- und die Hintereckstraße aufeinandertreffen. Der Kreiselbau ist eine Gemeinschaftsbaumaßnahme mit der Ortsgemeinde Maßweiler.
Teil zwei wird dann der Straßenausbau zwischen dem neuen Kreisel und dem Einmündungsbereich zur L 466 Richtung Schmitshausen und Reifenberg.
Bislang wurden etwa 1,8 Millionen Euro verbaut. Für die Straße vom Fuß des Berges bis zur Einmündung in die Ringstraße gilt: „Die Tragschicht ist eingebaut“, sagt Bold. Im Bauabschnitt zwischen Ring- und Fabrikstraße ist die Frostschutzschicht eingebaut worden. „Oder wie man umgangssprachlich sagt, die Schotterschicht liegt“, sagt Bold lachend. Die wurde noch eingebaut, damit die Anwohner auch über die Weihnachtspause ihre Grundstücke erreichen können. Die vorhandenen Schächte ragen etwas aus der Schotterschicht heraus, sind eingepackt.
Auf der gesamten Strecke musste der Untergrund befestigt werden, um den Anforderungen standzuhalten, die die Verkehrsbelastung heute an eine Straße stellt. Welche Erdmassen bewegt wurden und werden, das lässt sich an den beiden Zwischenlagern sehen, die neben der Straße eingerichtet wurden. 3000 Quadratmeter umfasst das Hauptzwischenlager neben der Bergstrecke, kurz bevor es in den unteren kurvigen Bereich geht. Ausgelegt wurden die Lagerflächen zunächst mit einem Geotextil, um den Boden zu schützen.
Autos fahren schon durch die Baustelle – unerlaubt
Dass das Zwischenlager weiter angefahren werden muss, ist mit ein Grund dafür, warum noch keine Deckschicht hergestellt wurde. Die neue Straßenoberfläche soll nicht verschmutzt werden. „Es fehlen auch noch die Schutzplanken, Verkehrsschilder und die Markierung“, nennt Bold Gründe, warum die Straße auch in diesem Bereich nicht fertig und nicht verkehrssicher ist.
Kontrollen zeigen, dass Autofahrer dennoch immer mal wieder durch die Baustelle fahren, um sich die Umleitung über Rieschweiler-Mühlbach zu sparen. Das sei gefährlich, warnt Bold, und er ergänzt, dass im Schadensfall, „wohl kaum eine Versicherung bezahlen wird“. Kontrollen gibt es auch immer wieder am Wirtschaftsweg vorbei an der alten Kläranlage, der gerne als Ausweichstrecke genutzt wird. Auch das ist nicht erlaubt und mancher Autofahrer wurde bereits – Unbelehrbare mehrfach – zur Kasse gebeten.
Es konnte aber nicht alles Material gelagert werden. Belastetes Material, das aus der bisherigen Straße ausgebaut wurde, wurde abgefahren. Regelmäßig wurden Proben genommen.
Damit Radfahrer sicher über die Straße kommen
Nicht nur die Straße selbst wird ausgebaut, auch neben der Straße hat sich viel getan. Die Gräben, um Wasser aufzunehmen und abzuleiten, wurden belassen, allerdings wurden sie verstärkt und mit Hartstein ausgebaut. Um die Böschung zu schützen, werden Erosionsmatten ausgelegt. Die werden später begrünt, die Pflanzen sorgen dafür, dass die Erosion des Bodens reduziert wird. Zwischen Straße und Gräben verlaufen die Bankette, die zum Teil schon gebaut sind. „Allerdings noch nicht auf der endgültigen Höhe“, sagt Bold.
Mit dem Bau eines Regenrückhaltebeckens im Bereich Faustermühle wurde bereits begonnen. Die Planung wird jetzt noch ergänzt – und zwar um den Anschluss des Mühlenradwegs von der Kneispermühle her. Der endet derzeit bei der Faustermühle. Auf der anderen Seite der L 477 führt ein Radweg Richtung Thaleischweiler. Entweder muss man die viel befahrene Straße überqueren oder umständlich unter der Brücke durch.
Hier soll nun eine Verbindung her: Auf der Seite der Faustermühle soll der Radweg mit einer Breite von 2,50 weitergeführt werden, vorbei am künftigen Regenrückhaltebecken. Es geht dann ein Stück entlang der L 477, die dann mit einem Fahrbahnteiler sicher überquert werden kann, um auf den Radweg nach Thaleischweiler-Fröschen zu gelangen.