Reifenberg RHEINPFALZ Plus Artikel Straße Richtung Battweiler wird vor Weihnachten wieder freigegeben

Vom Ortsausgang bergabwärts soll die Straße abgefräst und neu asphaltiert werden. Bisher wurden aber nur vier Stellen erneuert,
Vom Ortsausgang bergabwärts soll die Straße abgefräst und neu asphaltiert werden. Bisher wurden aber nur vier Stellen erneuert, wo das Wasser vom Hang abfließt. Die werden nun erst einmal geflickt, damit die Straße ab Mitte Dezember vorübergehend freigegeben werden kann.

Mitte Dezember soll die Straße von Reifenberg nach Battweiler wieder geöffnet werden. Dann entfällt auch der Umweg über Rieschweiler oder Winterbach auf dem Weg nach Zweibrücken. Fertig ist die Straße dann aber noch nicht, sie wird im neuen Jahr noch einmal gesperrt. Und in etwa einem Jahr wird die Straße neu sein. Dann wird sie auch wieder dem Namen gerecht, den sie seit einem halben Jahrhundert hat.

„Die nei Strooß“ – die neue Straße – so nennen die Reifenberger seit 50 Jahren das Stück vom Ortsausgang Richtung Battweiler. Den Berg hinunter bis unterhalb der Auberghütte – oder des Sängerplatzes, wie es damals hieß –, wo früher auch der Reifenberger Sportplatz lag. Damals wurde die Straße, die sich eng und kurvig den Berg entlang schlängelte, verbreitert und begradigt (mitsamt Schulze Kehr, wie damals eine der Kurven genannt wurde). Seitdem fahren die Reifenberger „die nei Strooß ennuner“, und weil die Großväter nicht von der „Straße Richtung Battweiler“ sprachen, sondern eben von der neuen Straße, gewöhnten sich auch die Enkel diesen Ausdruck an – selbst wenn sie noch ganz klein oder noch gar nicht auf der Welt waren, als die Straße erneuert wurde. „Die nei Strooß“ sagte auch Bürgermeister Pirmin Zimmer, als er im Gespräch mit der RHEINPFALZ den Baufortschritt erläuterte.

Nun wird die „neue Straße“ saniert, zusammen mit der Ortsdurchfahrt, den Berg hinunter ein Stück weit hinter die Abzweigung zum Waschbrunnen. Zusammen mit der Zweibrücker Straße, die seit Mitte September saniert wird, bildet sie den ersten Abschnitt des Ausbaus der Ortsdurchfahrt. Dieser Abschnitt sollte bis Weihnachten fertig sein, aber laut Zimmer verzögern sich die Arbeiten. Schuld daran: wie so oft in diesen Monaten Corona. Die Baufirma, die auch die Straßen von Maßweiler nach Thaleischweiler und von Queidersbach auf die Höhe nach Weselberg saniert, hatte deshalb mehr Krankheitsfälle und weniger Arbeiter zur Verfügung.

Straße wird zunächst geflickt und im Frühjahr erneuert

Deshalb konnte sie den ersten Abschnitt noch nicht so weit fertigstellen wie geplant. Dieser Abschnitt ist quasi noch einmal unterteilt in drei Teile. In der Zweibrücker Straße von der Kreuzung an der Kirche bis zum Ortsausgang sollen dieser Tage die Gehwege fertig werden. Die Straße ist bereits ausgekoffert und wieder geschottert. Der Asphalt fehlt noch. Vom Ortsausgang bis zur Abzweigung ans Waschbrünnchen und an den Naturlehrpfad wurden bisher nur vier Durchläufe erneuert, die das Wasser vom Hang ableiten. Die waren laut Zimmer in schlechterem Zustand als gedacht. Deshalb habe die Firma dort mehr Erde ausheben müssen, was auch zu Verzögerungen geführt habe. Das dritte Stück, vom Fuß des Berges Richtung Katzenfels wurde noch nicht angegangen. Während die Ortsdurchfahrt von Grund auf erneuert wird, werden die 1,2 Kilometer außerorts nur abgefräst und neu asphaltiert. Das wird nun nicht mehr vor Weihnachten passieren, wie es ursprünglich geplant war.

Stattdessen wird die Baufirma die vier Stellen am Berg flicken und die Strecke ab Mitte Januar wieder freigeben. Im Januar oder im Frühjahr werden dann die aufgeschobenen Arbeiten erledigt. Zehn Arbeitstage sind dafür laut Pirmin Zimmer vorgesehen. Dann wird die Strecke noch einmal gesperrt.

Zwar bekommen sowohl die Zweibrücker Straße als auch die Strecke außerorts eine neue Asphaltdecke, die allerletzte Deckschicht, etwa fünf Zentimeter dick, kommt aber erst im Herbst 2021, wenn die komplette Ortsdurchfahrt erneuert ist. Der Grund: Die soll möglichst in einem Guss aufgetragen werden, damit es einen durchgängigen Belag gibt.

Busse fahren eine Umleitung über die Pottschütthöhe

Wenn die Straße vorübergehend wieder freigegeben ist, werden laut Bürgermeister Zimmer auch die Busse wieder den direkten Weg von Maßweiler nach Zweibrücken nehmen. Sie fahren derzeit von Battweiler über den Stockbornerhof, die Pottschütthöhe und Rieschweiler nach Maßweiler und von dort nach Reifenberg. So ist auch die Umleitung ausgeschildert. Wer nach Zweibrücken möchte, für den ist es aber einfacher, über Rieschweiler durchs Schwarzbachtal oder über Winterbach zu fahren.

Wenn die Zweibrücker Straße fertig ist, folgt der zweite Bauabschnitt von der Kreuzung an der Kirche bis zur Ortsmitte am Kreuzgärtchen. Der dritte Abschnitt geht von der Ortsmitte bis zum Ortsausgang Richtung Schmitshausen und Maßweiler. Fertig sein soll die Straße im Herbst 2021.

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