Bechhofen Illegaler Asbest-Müll im Wald: Saarforst muss entsorgen und zahlen
Der Müll lag auf Homburger Gemarkung, jedoch im Gebiet des Saarforstes. Wer ihn dort abgelagert hat, ist unklar. „Nichtsdestotrotz ist mir dieses Umweltvergehen wichtig, deshalb bin ich tätig geworden“, sagt Bechhofens Bürgermeister Paul Sefrin. Es folgte ein Zuständigkeits-Hickhack. Zunächst meldete Sefrin den Müll dem Saarpfalz-Kreis, von dort sei auf die Stadt Homburg verwiesen worden, die schob den schwarzen Peter rüber zum Saarforst. Der muss die Entsorgung übrigens auch bezahlen, sagt Joachim Altmeier, Saarforst-Zuständiger für den Raum Homburg. Weil die Platten auf dem Waldweg womöglich mit Asbest belastet sind, ist das Umweltvergehen für Altmeier umso schlimmer.
Dass Müll auf Feld- und Waldwegen um Bechhofen liegt, ist für Sefrin „im laufenden Tagesgeschäft leider nichts Neues“. Immer wieder mache er die Bevölkerung darauf aufmerksam, solche Vergehen anzuzeigen, wenn jemand etwas sieht. Allerdings kritisiert Sefrin auch die Entsorgungsregeln für seine Bürger. Das Dorf grenzt direkt ans Saarland. Müll, der nicht in die Haushaltstonnen gehört, darf dennoch nicht in Homburg abgegeben werden. „Zum Wertstoffhof Homburg sind es sieben Kilometer, nach Contwig ist es mehr als doppelt so weit“, sagt Sefrin. Dass seine Bürger den Müll aber nach Contwig fahren müssen, ist für Sefrin ein „Fehler im System“. Noch schlimmer sei es beim Bauschutt, den müssen die Bechhofer laut Bürgermeister bis nach Donsieders fahren.
