Zur Sache Wie die Südwestpfälzer Sondermüll richtig entsorgen
Grundsätzlich, so Ruven Fritzinger von der Pressestelle des Landkreis Südwestpfalz, müssen die Begriffe „Sondermüll“, „Problemabfall“ und „gefährliche Abfälle“ voneinander getrennt werden. „Die Begriffe Sondermüll und Problemabfall werden umgangssprachlich für Abfälle aus privaten Haushalten benutzt, die bei der Anwendung und Entsorgung gesundheits- oder umweltgefährdend sein können.“ Abfälle wie Altreifen oder große Möbelstücke gehörten da nicht dazu. Reifen, Schrott, Bauschutt, großes Glas (etwa ein Spiegel oder ein ausrangiertes Aquarium), kleine Elektroartikel sowie altes Laminat oder ein Holzgartenzaun gehören auf den Recyclinghof. Sperrmüll kann per Anruf abgeholt werden, andernfalls auch auf dem Recyclinghof entsorgt werden. Lacke und Farben können dort auch abgegeben werden, für sie steht jedoch auch das Umweltmobil parat, das ist auch für die Entsorgung von Treibstoffen da. Wirklich kritisch ist die Entsorgung von asbestbelastetem Material. Der Asbest muss zuvor in einem extra Sack gesammelt und dann zum Entsorgungsfachbetrieb gebracht werden. Die Abgabe ist entsprechend teuer.
Im Kreis gibt es zehn Recyclinghöfe, unter anderem in Contwig, Dahn-Reichenbach, Donsieders, Fischbach, Hauenstein, Heltersberg, Lemberg, Rodalben, Waldfischbach-Burgalben und Wallhalben. Wie teuer die Abfuhr dort wird, kommt auf den angelieferten Müll und vor allem dessen Menge an. Eine Tonne Restmüll zu entsorgen kostet in Pirmasens derzeit 150 Euro, schreibt Fritzinger. Wird der Müll illegal auf Feld- und Waldwegen abgeladen, kostet das, wenn man erwischt wird, ein Bußgeld bis zu 1000 Euro. „Dass jemand bei der Tat erwischt wird, ist sehr selten. Trotzdem ist es schon vorgekommen, dass der Täter ausfindig gemacht werden konnte“, sagt Fritzinger.
Wie oft Müll illegal in der Natur abgeladen wird, darüber führt der Kreis keine Statistik. „Fakt ist, dass jede illegale Entsorgung eine zu viel ist, im Hinblick auf die hervorragenden Entsorgungsmöglichkeiten, die der Landkreis zur Verfühimg stellt.“ Welcher Müll illegal abgeladen wird, das ist ganz verschieden. „Die illegal entsorgten Abfälle umfassen die komplette Bandbreite, was man sich vorstellen kann“, schreibt Fritzinger. Den Müll zu Hause zu lagern, etwa im Garten, ist laut dem Kreisverwaltungs-Sprecher ebenfalls verboten. „Abfälle sind einer ordnungsgemäßen Entsorgung zuzuführen. Asbestzementplatten im Speziellen sind sogar gefährliche Abfälle und dürfen nicht im Garten gelagert werden“.
