Rieschweiler-Mühlbach Höhmühlbacher laden Gemeinderat ein, „zu Stoßzeiten mal unseren Rinnstein zu kehren“

Lärm durch Laster und durch Raser beeinträchtige das Leben der Anwohner, bemängeln die Höhmühlbacher.
Lärm durch Laster und durch Raser beeinträchtige das Leben der Anwohner, bemängeln die Höhmühlbacher.

Die Anwohner der Pirmasenser Straße im Ortsteil Höhmühlbach machen sich in einer Stellungnahme erneut stark für Tempo 30 in ihrer Ortsdurchfahrt. Lärm, verursacht durch Schwerlastverkehr und durch Raserei zu Stoßzeiten beeinträchtige das Leben der Anwohner.

Die Stellungnahme, die der RHEINPFALZ vorliegt, haben drei Anwohner der Pirmasenser Straße, Harald Lehnert, Frank Lauth und Gerd Buchmann, unterzeichnet. Wie berichtet, hatten die Anwohner der Ortsdurchfahrt in Höhmühlbach Unterschriften gesammelt und sich an die Ortsspitze gewandt. Das Thema rückte dann auch auf die Agenda der Ortsgemeinderatssitzung Anfang Oktober.

Der Rat formulierte daraufhin Anfragen in der Sache an die Behörden, laut Ortsbürgermeister Peter Roschy hat auch am 20. Oktober ein Vorort-Termin stattgefunden, bei dem auch Vertreter der Polizei und des Ordnungsamtes der Verbandsgemeindeverwaltung Thaleischweiler-Wallhalben vor Ort waren. Gegenüber der RHEINPFALZ sagte Roschy, dass er sich eine Testphase mit Tempo 30 in der Pirmasenser Straße vorstellen könne. Ob dauerhaft eine Geschwindigkeitsreduzierung einzurichten ist, müsse geprüft werden.

Der neuerliche Appell der Bürger, eine Reaktion auf die Berichterstattung in der RHEINPFALZ vom 11. November, geht nun an die Verbandsgemeindeverwaltung Thaleischweiler-Fröschen. Von der Verwaltung erwarten die Bürger, „Lärmminderungspläne auszuarbeiten und Tempo 30 zu veranlassen“. Eine Reduzierung der maximal erlaubten Durchfahrtgeschwindigkeit reduziert aus Sicht der Bürger auch „die Gefährdungslage durch auf den Bürgersteig ausweichende Autos erheblich“.

„Wir wollen klarstellen, dass wir nichts gegen Verkehr haben, man sollte aber die Betroffenen vor Lärm schützen, soweit es geht“, heißt es in dem Schreiben. Aus Sicht der Bürger wird auf der Ortsdurchfahrt aber oft schneller gefahren als erlaubt. Dazu ziehen sie – im Amtsblatt veröffentlichte – Zahlen einer Verkehrsmessung der Verbandsgemeinde aus dem Jahr 2019 heran. Damals seien innerhalb von knapp drei Wochen rund 13 500 Fahrzeuge schneller als erlaubt unterwegs gewesen. „Der Schnellste fuhr innerhalb der Ortschaft 103 Stundenkilometer“, heißt es in dem Schreiben.

Die Anwohner laden Vertreter der Polizei ein, zwischen 16 und 17 Uhr „bei uns in der Pirmasenser Straße vorbei zu kommen“: Dann werde bestimmt anders über die Raserei vor Ort gedacht. „Auch laden wir die Ratsmitglieder ein, vor Ort zu Stoßzeiten mal unseren Rinnstein zu kehren, um am eigenen Leib zu erfahren, wie es hier zugeht.“ Vom Ortsgemeinderat fordern die Anwohner „Hartnäckigkeit“ in der Sache.

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