Contwig RHEINPFALZ Plus Artikel Doch keine Vollsperrung beim Ausbau der Hohlbachstraße

Die Hohlbachstraße wird ab Herbst ausgebaut.
Die Hohlbachstraße wird ab Herbst ausgebaut.

Die Hohlbachstraße in Contwig wird während ihres Ausbaus doch nicht voll gesperrt. Laut Bürgermeisterin Nadine Brinette gibt es zwei Möglichkeiten, dass die Anwohner weiterhin zu ihren Häusern gelangen. Ihr wäre es lieber gewesen, man hätte den Ausbau gleich so geplant, dass die Straße befahrbar bleibt.

Der Ausbauplan samt Vollsperrung sei ihr auch ohne Weiteres vor die Füße geworfen worden, sagte die im Frühjahr neu gewählte Bürgermeisterin in der Gemeinderatssitzung am Donnerstagabend: „Ohne Mitspracherecht, ob das in Vollsperrung oder Teilsperrung gemacht wird.“ Inzwischen habe es jedoch Gespräche mit dem Planungsbüro Wonka, den Verbandsgemeindewerken sowie der Verbandsgemeinde gegeben, und eine Vollsperrung scheint vom Tisch zu sein. Den Anwohnern, so Brinette, sei damit massiv geholfen.

Die Idee ist, die Straße von bis 16 Uhr zu sperren. In dieser Zeit wird gearbeitet. Davor und danach können die Anlieger zu ihren Häusern fahren, etwa zum Einkaufen. Das bedeutet aber auch, dass der Kanalbau nach vorne und der Straßenbau nach hinten verlegt werden. Die Folge: Der Ausbau dauert länger und wird teurer. Allerdings ist das laut Brinette zu Wohle der Anlieger vertretbar. „Es ist fatal, dass diese Möglichkeit nicht schon früher klar war, um entsprechend die Förderanträge zu stellen“, sagt sie. Eine andere Möglichkeit wäre, einen hinterm Sängerheim verlaufenden Feldweg aufzuräumen und zugänglich zu machen.

Brinette sagte, dass die Straße auch unter Vollsperrung wohl nicht in acht Monaten – das war ursprünglich angesetzt – ausgebaut wird. Das hatte bereits Hohlbachstraßen-Anwohner Axel Neumann im Gespräch mit der RHEINPFALZ vermutet: „Wer glaubt, dass der Ausbau in acht oder zehn Monaten fertig ist, der zieht seine Hose auch mit der Beißzange an.“ David Betz (SPD) kommentierte in der Ratssitzung: „Da wird es eine Lösung geben. Das ist ja nicht das erste Mal, dass in Deutschland eine Sackgasse ausgebaut wird.“

Anwohner und der Contwiger Sängerbund hatten die Ausbauplanung mit der Vollsperrung kritisiert. Axel Neumann hatte darauf hingewiesen, dass zahlreiche Bewohner der Sackgasse nicht mehr gut zu Fuß seien, auf ihr Auto angewiesen seien, die Mülltonnen nicht selbst bis hinunter zur Hauptstraße schieben könnten oder gar regelmäßig zur Dialyse müssten. Simone Blatt, zweite Vorsitzende und Kassiererin des Sängerbundes, befürchtete sogar, dass die Baustelle dem Verein nach der Corona-Pandemie finanziell den Todesstoß versetzen könnte.

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