Waldfischbach-Burgalben
Arbeiten am ehemaligen Hotel Martin ruhen
Ursprünglich sollte der vordere Bereich zur Hauptstraße hin abgerissen, der Keller verfüllt und der Bauschutt abtransportiert werden. Doch die Pläne haben sich geändert. Das Geschoß bleibt erhalten, und auch der Schutt bleibt zunächst liegen. Gesichert wurde alles mit einer Folie.
Mit dem Abriss des vorderen Teils des ehemaligen Hotels wurde im vergangenen Jahr begonnen. Auch das benachbarte Haus wurde dem Erdboden gleichgemacht. Allerdings begannen dann die Diskussionen um die Entsorgung sowie um die daraus entstehenden Kosten. Die Folge: Die Arbeiten wurden unterbrochen. Im Januar war erneut ein Unternehmen an der Brandruine beschäftigt – allerdings nur, um den derzeitigen Zustand des Geländes an der Hauptstraße herzustellen.
Es besteht keine Einsturzgefahr
Er empfinde das als schildbürgerhaft, sagte Ortsbürgermeister Michael Oestreicher. Er informierte jüngst die Mitglieder des Gemeinderats über ein Schreiben des Kreisbauamtes. Die Ortsgemeinde hatte sich an die Verwaltung gewandt, um Informationen über den Stand der Dinge auf dem Gelände der Brandruine zu erhalten. Die Behörde teilte demnach mit, dass die Kellerdecke erhalten bleiben kann. Zuvor war davon ausgegangen worden, dass die Decke einsturzgefährdet ist, die Teile darüber entfernt und der Keller verfüllt werden müssen. Für diese Arbeiten war ursprünglich eine kurze Sperrung der Hauptstraße – der Verkehr hätte mit Hilfe einer Ampel geregelt werden sollen – geplant. Dass die Kellerdecke nicht einsturzgefährdet ist, sei anfänglich nicht abzuschätzen gewesen, teilte das Kreisbauamt mit.
Da keine Einsturzgefahr für das Kellergeschoß besteht, seien derzeit keine weiteren Maßnahmen notwendig. Übergangsweise wurde der noch liegende Schutt mit einer Folie abgedeckt. Die Gemeinde werde informiert, sobald absehbar sei, wann die restlichen Abbruchteile entsorgt werden.
Kreis in Vorlage getreten
Für die jetzt getroffene Lösung habe man sich aus Kostengründen entscheiden müssen. „Da die Entsorgung sehr kostenintensiv sein wird, wird derzeit beabsichtigt, diesbezüglich vorab eine Kosteneinforderung einzuleiten“, schrieb das Kreisbauamt. Durch den Brand seien enorme Beseitigungskosten angefallen – unter anderem, um Asbest zu entsorgen. Auch die bislang entstandenen Kosten für den Abriss und das zu entsorgende, belastete Material seien sehr hoch. Über den Landkreis ist die Allgemeinheit für diese Kosten in Vorlage getreten. Auch da zwei Parteien – der Eigentümer der Immobilie, der diese verkaufen wollte, und der mögliche neue Eigentümer – nicht bereit waren, die entstandenen Kosten zu übernehmen.
Die vom Kreisbauamt avisierte Kosteneinforderung wird sich an den in der Südpfalz lebenden Eigentümer der Immobilie richten. Er hatte beabsichtigt, das Gelände zu verkaufen, weil ein Investor dort ein Projekt für betreutes Wohnen realisieren wollte. Doch daraus wurde nichts.
Man könne das den Leuten einfach nicht mehr erklären, sagte Ortsbürgermeister. Denn der jetzige Sachstand könne bedeuten, „dass wir damit noch zwei, drei Jahre zu kämpfen haben“. Unter anderem das Bemühen, offene Geldforderungen vom Eigentümer einzutreiben, könne längere juristische Auseinandersetzungen nach sich ziehen.