Relsberg
Zwischen Lernen und Vereinsleben: Finn Hentzel ist bester Abiturient am VGL
Direkt nach der Grundschule wechselte Finn Hentzel ans Veldenz-Gymnasium Lauterecken (VGL) und fühlte sich dort wohl – einzig die Corona-Zeiten waren nicht ganz so rosig. „Das war schwieriger, weil ich vor allem von der Mitarbeit im Unterricht profitiert habe.“ Doch die Zeugnisse wurden nach dem Distanzunterricht immer besser, zur Oberstufe zeichnete sich ein gutes Abitur ab.
Als Leistungskurse belegte der 18-Jährige Biologie, Deutsch und Geschichte. Davon bescherte ihm Biologie noch die größten Lernsorgen, dennoch erreichte er in der schriftlichen Prüfung 12 Punkte. In Deutsch und Geschichte erlangte er jeweils 13 Punkte trotz „vermeidbarer Fehler“, jedoch: „Ich will mich nicht beschweren.“ Im mündlichen Englisch-Abi gab es dann volle Punktzahl. Die 15 Punkte seien auch der Lehrerin zu verdanken, die die Prüfungssituation mit den Schülern geübt habe.
Natürlich müsse man für das Abitur viel lernen und rechtzeitig mit den Vorbereitungen starten – aber eben nicht zu früh und vor allem „das soziale Leben nicht vernachlässigen, denn die Entlastung ist wichtig, sonst wird das Lernen weniger produktiv“, findet der Relsberger.
Engagement im Ort als Ausgleich
Hentzel spielt beim SV Einöllen Fußball, trifft sich viel mit Freunden und engagiert sich in seinem Wohnort vielfältig – ob in der Straußjugend oder als Helfer bei örtlichen Veranstaltungen. „Ich helfe gerne im Ort und habe immer was zu tun“, berichtet er lachend. Wenig verwunderlich ist, dass er gerne in der Gegend bleiben möchte, auch wenn ihn das Arbeitsmarktmanagement-Studium ab September nach Mannheim verschlagen wird. „Ich will grundsätzlich in der Region bleiben“, berichtet Hentzel. Ausschlaggebend hierfür seien primär Familie und Freunde; als großer FCK-Fan möchte er aber auch weiterhin regelmäßig den Betze besuchen.
Bis zum Studienstart hat er einen vollen Terminkalender. Möglicherweise gibt es mit einer Freundesgruppe wieder eine Autorundreise sowie einen Besuch auf Malta. Zudem soll ein Stammtisch mit den Schulfreunden eingerichtet werden, um sich nicht aus den Augen zu verlieren. Fast nebenbei stehen dann noch „Schritte ins Erwachsenenleben“ an. „Ich muss eine Wohnung suchen, beziehen, alles Bürokratische regeln“, zählt er auf. Als wäre das nicht schon Programm genug, wird er nach den Osterferien bis etwa Mitte August wieder im Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) Kaiserslautern arbeiten. „Das mache ich seit zwei Jahren in den Ferien. Ein Job, der viel Spaß macht und abwechslungsreich ist.“
Die Serie
In der Rubrik „Landgeschichten“ wollen wir von Menschen erzählen, die etwas Besonderes geleistet haben oder sich engagieren – ob in einem Verein, einer Gruppe für eine Veranstaltung oder ihre Mitmenschen. Die Rubrik soll zu einer bunten Sammlung an Geschichten aus dem Landkreis Kusel werden. Echte Landgeschichten eben.