Kreis Kusel
Sanierungsarbeiten an Schulen: IGS und Veldenz-Gymnasium stehen dieses Jahr im Fokus
Längst nicht alle Schulen im Landkreis Kusel liegen im Zuständigkeitsbereich der Kreisverwaltung. Um die Grundschulen beispielsweise müssen sich die Verbandsgemeinden kümmern. Das Referat 11 der Verwaltung – das Zentrale Grundstücks- und Gebäudemanagement – kümmert sich um den Großteil der weiterführenden Schulen im Landkreis, wie Referatsleiter Jens Danner erklärt. Unter anderem sind das die Gymnasien in Kusel (Siebenpfeifer) und das Veldenz-Gymnasium in Lauterecken, die Integrierte Gesamtschule Schönenberg-Kübelberg sowie die Realschulen plus in Kusel und Lauterecken (zusammen mit der dortigen Verbandsgemeinde).
Derzeit beschäftigen das Referat vor allem die Gebäudesanierungen an der IGS und am Veldenz-Gymnasium. Danner: „Wir als Landkreis hatten das Glück, eine EFRE-Förderung zu bekommen. Das ermöglicht uns eine energetische Sanierung von zwei Schulen, die das beide auch wirklich nötig haben.“ 7,6 Millionen Euro fließen dazu aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und aus Landesmitteln in den Kreis.
Möglichst hohe Einsparungen angepeilt
Dass es gelungen ist, gleich zwei der Förderungen für Kuseler Schulen an Land zu ziehen, sei ein Erfolg und nicht einfach gewesen, erinnert sich Danner an das Prozedere vorab: „Wir haben für beide Schulen umfangreiche Berechnungen angestellt, was die Energieverbräuche angeht. Daraus haben wir umfangreiche Sanierungsvorschläge ausgearbeitet.“ Das Referat habe gezielt Schulen mit hohen Energieverlusten durch veraltete Fenster- und Fassaden ausgewählt: „Wir haben versucht, durch die erarbeiteten Maßnahmen möglichst hohe Einsparungen zu erreichen.“ In Schönenberg-Kübelberg werde nach den Sanierungsarbeiten an der Gebäudehülle (unter anderem mit neuen Fenstern und Türen) eine Energieeinsparung von stolzen 90 Prozent stehen, in Lauterecken von rund 80 Prozent.
Doch bei den Arbeiten geht es laut Danners Kollege Hans-Georg Barth nicht nur darum, Wärme in den Gebäuden zu halten, sondern im Sommer auch draußen. Für das Veldenz-Gymnasium ist an der Fassade eine Verschattung geplant, ebenso eine Sonnenschutzverglasung. Für Kühle im Umfeld soll darüber hinaus die Begrünung des Dachs sorgen. Was die neue Farbe der Fassade angeht, habe die Schule ein Mitspracherecht, betont Barth. „Die Schule sucht sich die Farbe aus. Wenn ihre Vorstellung nicht zu außergewöhnlich ist, werden wir den Vorschlag umsetzen.“ In Lauterecken wird mit einer sogenannten vorgehängten Fassade gearbeitet, die auf die jetzige aufgesetzt wird. „Wir packen die Schule quasi noch mal ein“, verdeutlicht Barth.
Nächstes Jahr sollen die Arbeiten beendet sein
Die Arbeiten an den beiden Schulen sollen größtenteils in den Ferien vonstatten gehen und spätestens Ende der Sommerferien 2027 abgeschlossen sein. Dadurch sollen die Einschränkungen für den Unterricht durch die Bauarbeiten möglichst gering gehalten werden.
Unabhängig von diesen beiden Großprojekten gibt es an den Schulen im Landkreis Kusel laut Danner immer etwas zu tun, größtenteils sind das jedoch Unterhaltungsmaßnahmen. „Gerade Sanitäranlagen haben wir im Blick, tauschen kaputte Fliesen möglichst zügig aus oder streichen auch mal neu“, sagt Danner. Eine wirklich „gruselige“ Schultoilette, auf die kein Schüler gehen wolle, falle ihm in seinem Zuständigkeitsbereich spontan nirgends ein: „Wir haben da in den vergangenen Jahren viel gemacht.“ Vereinzelte Vandalismusschäden würden in der Regel die Hausmeister der Schulen ausbessern. „Das ist an unseren Schulen glücklicherweise nicht das große Problem“, sagt Danner, „und nicht immer böser Wille.“ Beim Spielen gehe eben auch hin und wieder etwas kaputt.
Auch für Türme und Veranstaltungshalle zuständig
Das Referat 11 der Kreisverwaltung, in dem unter anderem zwei Architekten und drei Bautechniker tätig sind, betreut mehr als 50 Objekte – von Schulen über Verwaltungsgebäude bis zur Burg Lichtenberg und dem Potzbergturm. Jüngst ist die Fritz-Wunderlich-Halle in den Fokus der Gebäudemanagement-Fachleute gerückt: Dort steht die Sanierung des Dachs auf der Prioritätenliste weit oben, gefolgt von neuer Bestuhlung, Bühnentechnik, Lüftung und Heizung. Auch für diese Maßnahmen braucht es wieder ein passendes Förderprogramm, sagt Danner.