Jahresrückblick 2022 Vom Jung-Landwirt zum Promi: Bauer sucht und findet Frau
Rund vier Millionen hatten abends RTL eingeschaltet, als sich Jungbauer Max aus der Westpfalz am 10. Oktober dem Publikum vorgestellt hat. Fast ebenso viele haben jeweils die weiteren Sendungen der 18. Staffel von „Bauer sucht Frau“ verfolgt. Erstaunlich dabei: Mehr als drei Viertel des Publikums zählten nach Angaben des Senders zur Klientel der Ü49. Für Privatsender ist die Altersstruktur des Publikums durchaus relevant: Die Jüngeren sind Zielgruppe der Werbewirtschaft und verheißen Einnahmen; Zuschauer jenseits der 39 gelten bereits als mehr oder weniger uninteressant für Werbetreibende, weil ihr Konsumverhalten erfahrungsgemäß gefestigt und kaum mehr zu lenken ist.
Von derartigen Überlegungen unbeeindruckt ist sicherlich das Stammpublikum, das nicht eben klein ist. Max war Hauptakteur der bereits 18. Staffel der Dating-Show. Was sich so lange am Markt hält, muss Aufmerksamkeit erregen. Davon zeugen die regelmäßig über 3,5 Millionen, die Max und seine Begegnungen mit den drei Kandidatinnen begleitet haben.
Solo-Auftritt beim Pferdemarkt
Er wolle seine erste Freundin finden, hatte der Westpfälzer in der ersten Sendung verkündet – und den nicht eben geringen Anspruch erhoben, es dürfe auch gern die Frau fürs Leben sein. Immerhin: Er und seine Auserwählte sind auf bestem Wege zu einem dauerhaften gemeinsamen Glück. Die angehende Erzieherin Anna und der Landwirt aus dem Kuseler Land sind seit ihrer gemeinsamen „Hofwoche“ ein Paar. Dass es tatsächlich gefunkt hat, dies aber hatten die beiden geheimhalten müssen. So lange, bis die letzte Folge – vorab schon aufgezeichnet – Mitte November ausgestrahlt war.
Wenige Tage zuvor hatte Max seinen mutmaßlich seltenen Solo-Auftritt. Und dabei hatte sich gezeigt, dass der 26-jährige binnen gerade mal vier Wochen auch in seiner Heimat zu Berühmtheit gelangt ist. Jedenfalls war er viel gefragt und zeitweise regelrecht umlagert, als er sich am 9. November beim Pferdemarkt in Quirnbach blicken ließ. Ungezählte Male hat er Damen in den Arm genommen und in Richtung Smartphones gelächelt, damit die „Fans“ ein Selfie von sich und dem Schwarm in die Welt schicken konnten.
Max hatte gegenüber der RHEINPFALZ berichtet, dass er und seine Anna nicht nur beim Pferdemarkt – wo er praktisch ein Heimspiel hatte – auch beim Einkaufen oder beim Tanken schon öfter erkannt worden seien. Auch seien schon Wildfremde am Hof vorbeigefahren, um Fotos zu machen. Der Rummel wird sich schnell legen, aber die Erinnerung daran bleiben, für eine Weile so im Mittelpunkt des Interesses gestanden zu haben.