Kreis Kusel RHEINPFALZ Plus Artikel Max und Anna: „Bauer sucht Frau“-Traumpaar berichtet von Szenen hinter der Kamera

Im Sommer bei der Hofwoche sind sich Max und Anna direkt vor der Kamera näher gekommen – inklusive erstem Kuss.
Im Sommer bei der Hofwoche sind sich Max und Anna direkt vor der Kamera näher gekommen – inklusive erstem Kuss.

Bauer Max aus dem Landkreis Kusel hat im Fernsehen eine Frau gesucht und Anna gefunden. Die beiden waren das Traumpaar der jüngsten Staffel von „Bauer sucht Frau“. Nachdem diese ausgestrahlt ist, dürfen sie aus dem Nähkästchen plaudern.

Die 18. Staffel des RTL-Formats „Bauer sucht Frau“ ist zu Ende gegangen, die Geschichte von Max und Anna hat aber gerade erst begonnen. Er wolle seine erste Freundin, die Frau seines Lebens finden, hatte der Jungbauer aus dem Kreis Kusel im Frühjahr im Fernsehen verkündet – und einen dicken Stapel an Bewerbungen erhalten, darunter die von Anna. So lange die Fernsehausstrahlung lief, mussten sich die beiden jedoch bedeckt halten.

„Jetzt ist alles deutlich entspannter“, sagt Max. „Und wir können endlich auch offiziell sagen, dass wir zusammen sind“, ergänzt Anna. Das mussten die beiden nämlich lange geheim halten. Erst in der letzten Folge der RTL-Sendung „Bauer sucht Frau“ durften sie ihren Beziehungsstatus verraten. Dabei sind Max und Anna schon fast fünf Monate zusammen. Eine lange Zeit, wie die beiden finden. „Wir haben deshalb nicht so viele öffentliche Sachen gemacht, sondern uns eher privat im Freundeskreis getroffen“, erzählt Max. Das eine oder andere Fest wollten sie sich dennoch nicht entgehen lassen, etwa den Quirnbacher Pferdemarkt. Dort blieben Max und Anna natürlich nicht unerkannt: „Wir wurden sehr oft angesprochen“, berichtet der Landwirt. An die viele Aufmerksamkeit müssten sie sich aber noch gewöhnen.

Heimliche Fotos sind unangenehm

Die Liebesgeschichte von Max und Anna konnten die Zuschauer sechs Wochen lang im Fernsehen verfolgen – das hat sie vor allem hier im Kreis zu kleinen Berühmtheiten gemacht. Ob beim Einkaufen oder an der Tankstelle, die beiden werden erkannt. „Manchmal fahren die Leute sogar hier am Hof vorbei, steigen aus und machen Bilder. Das ist schon echt komisch“, erzählt Max. Auch Anna hat schon unangenehme Erfahrungen gemacht: „Am schlimmsten finde ich es, wenn man so angestarrt wird, oder die Leute heimlich Fotos machen. Da werde ich lieber direkt angesprochen.“

Deutlich angenehmer sei die positive Rückmeldung in den sozialen Medien, auf Facebook oder Instagram. „Am schönsten ist es, wenn man merkt, dass die Leute mit vollem Herz dabei sind und sich viele Gedanken gemacht haben“, erzählt Anna. Nicht ein negativer Kommentar habe die beiden bisher erreicht, ergänzt Max. „Es ist beeindruckend, wie sehr unsere Gefühle bei den Leuten angekommen sind“, sagt er.

Nicht gezeigte Szene: Als Anna fast vom Quad fiel

Die waren in den Fernsehbeiträgen nicht zu übersehen: Die Woche, die Anna und Max gemeinsam auf dem Hof verbracht haben, war sehr harmonisch. Die beiden erinnern sich gerne zurück. „Egal was wir gemacht haben – alles war ein Highlight“, erzählt Max. Dabei habe vor allem der gemeinsame Humor eine Rolle gespielt: „Wir necken uns auch gerne mal.“

Es hat direkt gefunkt: Beim Scheunenfest hat Max Anna ausgewählt, zu ihm auf den Hof zu kommen.
Es hat direkt gefunkt: Beim Scheunenfest hat Max Anna ausgewählt, zu ihm auf den Hof zu kommen.

Dadurch sind bei den Dreharbeiten viele lustige Szenen entstanden, die laut Max auch alle ausgestrahlt wurden. „Nein. Eine Sache haben sie nicht gezeigt!“, unterbricht ihn Anna im Gespräch mit der RHEINPFALZ. Sie sei nämlich fast vom Quad gefallen, als Max los fuhr – und dabei hatte sie ihn vorher noch gefragt, ob sie auf einem solchen Gefährt, auf dem sie noch nie vorher gesessen hatte, auch sicher sei. „Bei mir bist Du immer sicher“, hatte er sogar noch geantwortet, erzählt Anna lachend.

„Ohne Dialekt hätte ich mich verstellt“

Überhaupt seien die Dreharbeiten sehr lustig gewesen. Wie Max findet auch Anna: „Unser Team war klasse, deshalb ist es mir nicht schwergefallen, vor der Kamera zu stehen. Mit der Zeit habe ich mich immer wohler gefühlt.“ Dennoch habe sie immer der Hintergedanke begleitet, dass „alles, was ich mache, ins Fernsehen kommen kann“.

Ein großer Pluspunkt von Anfang an: Anna wohnt nicht weit weg, nur etwa eine halbe Stunde mit dem Auto entfernt. Beide sprechen Pfälzisch, auch im Fernsehen. „Ich habe mir im Vorhinein viele Gedanken deswegen gemacht und beschlossen, mir treu zu bleiben. Ohne Dialekt hätte ich mich verstellt“, erklärt Anna.

Die beste Freundin hat sie überredet

Nun sehen sie sich häufig: „Mindestens dreimal die Woche, manchmal aber auch siebenmal“, sagt die 25-Jährige. Nach dem Ende ihrer Ausbildung zur Erzieherin möchte Anna mit ihrer Tochter zu Max auf den Hof ziehen. „Aktuell läuft’s aber super und deshalb bleibt alles erst einmal so. Jeder soll die Zeit bekommen, sich langsam an die neue Situation zu gewöhnen“, sagt sie. Noch lernen Anna und Max die Familie des jeweils anderen kennen. „Meine Familie liebt Max, mein Papa kommt gar nicht mehr aus dem Schwärmen raus“, berichtet Anna.

Fast wäre es jedoch nie so weit gekommen – denn Anna hätte beinahe einen Rückzieher gemacht. „Ich wollte einfach nicht ins Fernsehen“, erinnert sie sich, „ich hatte Angst, der Sache nicht gewachsen zu sein.“ Wichtige Überzeugungsarbeit habe damals ihre beste Freundin geleistet. Sie sei auch diejenige gewesen, die sie zur Bewerbung ermutigt habe. „Mein Bauchgefühl sagt, du sollst da mitmachen. Das wird gut, das lohnt sich!“, habe sie Anna damals geraten – und Recht behalten. Dass das Abenteuer „Bauer sucht Frau“ für Anna und Max so schön enden würde, hätten beide nicht gedacht. „Gehofft ja, aber nicht damit gerechnet“, gibt Max zu.

An Weihnachten wieder im TV

Fans der beiden dürfen sich freuen: Das Paar wird schon bald wieder im Fernsehen zu sehen sein. Max und Anna sind Teil des ersten „Bauer sucht Frau“-Wandkalenders. „Wir sind der April“, sagt Max mit einem seiner lustigen Augenzwinkern. An Weihnachten soll auf RTL eine Sondersendung über die Entstehung des Kalenders laufen. Mit dabei dann auch: Max und Anna. Der Gewinn des Kalenderverkaufs wird an die „Stiftung RTL – Wir helfen Kindern“ gehen.

Was ihre weitere TV-Karriere angeht, sind sich Max und Anna einig: „Sachen, die mit ,Bauer sucht Frau’ zu tun haben, fänden wir witzig, das ,Stallgeflüster’ zum Beispiel.“ In dieser Sendung kommentieren bekannte Bauernpaare die aktuellen „Bauer sucht Frau“-Folgen. Ein mögliches Projekt im nächsten Jahr also. Jetzt genießen die beiden aber erst einmal den normalen Alltag als Paar. Anna: „Am Wochenende geht’s auf den Weihnachtsmarkt“ – und das ganz ohne Heimlichkeiten.

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