Kreis Kusel
Bauer sucht Frau: Pfälzer Jungbauer nimmt an TV-Dating-Sendung teil
Am Montag, 10. Oktober, 20.15 Uhr, startet die 18. Staffel der RTL-Sendung „Bauer sucht Frau“. Mit dabei: der im Kreis Kusel lebende Jungbauer Max. „Ich hab’s mir leichter vorgestellt“, erinnert sich Max an den Moment zurück, als er aus 15 Bewerberinnen die „Richtigen“ aussuchen musste – und dies nur anhand von Briefen, die ihm die Frauen geschrieben hatten. „Es ist schwierig, anhand weniger Zeilen und Bildern zu entscheiden, wer zu einem passen könnte“, schildert er. Die 15 Frauen wurden von RTL ausgewählt. Inka Bause, die Moderatorin der Sendung, sei persönlich vorbeigekommen, um ihm den großen Stapel an Briefen zu überreichen. „Das war richtig cool“, erzählt er und grinst.
Der Jungbauer, der seinen Nachnamen nicht nennen möchte, habe zwar Zeit zum Überlegen bekommen, sich aber recht schnell entschieden. „Ich habe mir die Briefe mehrfach durchgelesen und dann auf mein Bauchgefühl gehört“, betont der 26-Jährige. Ein wenig Hilfe habe er allerdings gehabt: „Die Freundin meines Bruders hat mich bei der Entscheidung unterstützt.“ Anschließend sei alles Schlag auf Schlag gegangen. Nachdem „die Auserwählten“ von Max Wahl erfahren hatten, fand kurze Zeit später das erste persönliche Treffen statt. Bei dem aus der Sendung bekannten „Scheunenfest“ lernte der Bio-Bauer die drei ausgewählten Frauen – Sonja, Anna und Linda – kennen.
Schnell entschieden
„Das war eine wirklich extreme Situation: Beim Scheunenfest sind alle Bauern und Damen aufeinandergetroffen. Drei fremde Frauen sind nur für mich angereist. Das war verrückt!“, schildert Max seine Eindrücke. Die vielen Kameras und die ungewohnte Umgebung hätten ebenso ihren Teil dazu beigetragen. Von den drei Frauen, mit denen der Jungbauer ein Date verbrachte, durfte ihn anschließend nur eine auf seinen Hof begleiten. „Sie sind alle sehr unterschiedlich“, erzählt Max. Für wen er sich entschieden hat, darf er natürlich nicht verraten. „Das sieht man ja am Montag“, sagt er mit einem Zwinkern. Die Entscheidung sei ihm allerdings nicht schwergefallen: „Ich wusste es gleich, als ich sie das erste Mal gesehen habe.“
Max habe die erste Folge „Bauer sucht Frau“ bereits zuhause mit seiner Familie geschaut. Auf RTL+, dem kostenpflichtigen Streamingdienst des Senders, ist dies seit vergangener Woche möglich. „Es war komisch, sich selbst zu sehen und zu hören“, erzählt er. Auch viele Freunde hätten sich die Folge bereits angeschaut: „Die waren alle neugierig und konnten es kaum abwarten.“ Dies habe er auch in den Monaten zuvor zu spüren bekommen. „Ich durfte ja niemandem etwas erzählen“, erklärt er. Nur seine Familie sei eingeweiht gewesen: „Das war unvermeidlich. Wir leben in einem Haus, also haben sie natürlich alles mitbekommen.“
Lange Drehtage
Die Dreharbeiten zur Sendung hatten im Sommer stattgefunden, vor allem während der „Hofwoche“. In dieser Zeit besuchen die beim Scheunenfest auserkorenen Frauen die Bauern auf deren Höfen. „Es wurde von morgens bis abends gefilmt“, berichtet Max. Unangenehm sei ihm dies nicht gewesen. „Das Team war bombastisch, alle waren richtig nett“, schwärmt der Landwirt. „Ich habe mich wohlgefühlt, das war wichtig.“ Die Zeit bei „Bauer sucht Frau“ habe ihn verändert – im positiven Sinne: „Ich habe mich definitiv weiterentwickelt, bin selbstbewusster geworden.“ Dies hätten ihm auch viele Stimmen aus seinem Bekanntenkreis bestätigt.
Kurz vor dem Ausstrahlungsbeginn ist Max aufgeregt, wie die Leute auf ihn reagieren werden. Bisher habe er nur positive Rückmeldungen erhalten. „Manchmal habe ich das Gefühl, dass mich Leute erkennen“, sagt er und lacht. Kürzlich sei er beim Bäcker angesprochen worden. „Du bist doch der Max von ’Bauer sucht Frau’, oder?“, haben ihn dort zwei Mädchen gefragt – für den 26-Jährigen eine völlig neue Situation. „Manchmal wäre ich froh, ich könnte mich mit jemandem austauschen, der das alles schon erlebt hat“, sagt der TV-Neuling. Er sei nun sehr gespannt, was die Zukunft bringen wird.