Waldmohr
Kaffeetrinken, plaudern oder lieber schmökern? Café und Bücherei öffnen im W4
Am Mittwoch, 1. Februar, um 15 Uhr öffnen die Gemeindebücherei und das Stadtcafé im W4 in Waldmohr ihre Pforten. „Dann können sich die Besucher in der Bücherei umsehen“, sagt Stadtbürgermeister Jürgen Schneider. Zu diesem Anlass wird es Kanapees und Kuchen für die Besucher geben. „Das wird ein Vorgeschmack auf das künftige Angebot im Café.“ Das Bürgerbüro der Verbandsgemeinde ist ebenfalls im Erdgeschoss angesiedelt. Es ist vor Kurzem umgezogen und war schon vorher für Besucher geöffnet.
Das W4 wurde in der Weiherstraße an der Stelle des ehemaligen Schuh-Germann-Gebäudes gegenüber des Marktplatzes errichtet. Letzteres wurde Ende 2019 abgerissen, im Februar 2020 erfolgte der Spatenstich für das neue fünfstöckige Wohn- und Geschäftsgebäude. Im Erdgeschoss hat sich die Gemeinde eingekauft, oben befinden sich Wohnungen, die seit geraumer Zeit bezogen sind.
Bürger reichen 77 Namensvorschläge für Café ein
Ursprünglich war im Erdgeschoss ein Gastronomiebetrieb geplant, eventuell sollte eine Vinothek integriert werden. Doch es fand sich kein Interessent. Also entschied sich die Stadt dafür, ein Café einzurichten und mit überwiegend ehrenamtlichen Helfern zu betreiben. Bei der Namensfindung für den Betrieb wurden die Bürger einbezogen. Anfang 2021 reichten 55 Bürger 77 verschiedene Vorschläge ein. Häufig genannt wurden zu Beginn der Aktion „Zum Stehkragen“ und „Stadtcafé“.
Lieferschwierigkeiten verzögern Arbeiten
Die Stadtspitze und die Vorsitzenden der Stadtratsfraktionen reduzierten die Vorschläge auf eine Auswahl von vier Namen: „W4“, „Café Flair“, „Is:y“ und „Café livre“. Die beiden letztgenannten wurden mit Blick auf die französische Partnerstadt Is-sur-Tille gewählt. Der Stadtrat stimmte letztlich mit knapper Mehrheit für den Namen „W4“.
Die Inneneinrichtung – Mobiliar und Küche – wurde unter anderem mithilfe von Leader-Mitteln finanziert. Die lange Wartezeit auf die Genehmigung zögerte den Beginn der Arbeiten hinaus. Im vergangenen Jahr dann das nächste Problem: Lieferschwierigkeiten.
Beim Ausmisten 3500 Büchereiartikel aussortiert
Der Umzug der Bücherei vom Bürgerhaus ins W4 war ebenfalls eine große Aktion: 12.000 Artikel umfasste der Bestand; über die Jahre – die Bücherei war 30 Jahre lang im Bürgerhaus untergebracht – war einiges zusammengekommen. Beim Ein- und Auspacken haben Bücherleiterin Helene Lustig und ihre Mitarbeiterin Regina Neuheisel-Enders gleichzeitig ausgemistet und die Lesewerke auf 8500 reduziert. Der neue Büchereisitz verfügt über eine modernere Einrichtung. Die Regale sind rollbar, sodass auch mal Platz für eine Veranstaltung geschaffen werden kann. Eine gemütliche Leseecke lädt Besucher zum Verweilen und Schmökern ein.