Breitenbach RHEINPFALZ Plus Artikel Initiatoren des Bürgerentscheids: An Forstamt festhalten

Breitenbach verfügt über einen mehr als 200 Hektar großen Gemeindewald.
Breitenbach verfügt über einen mehr als 200 Hektar großen Gemeindewald.

Bewirtschaftet künftig eine Privatfirma den Breitenbacher Gemeindewald? Ginge es nach den Initiatoren des Bürgerentscheides, bleibt das Heft des Handelns in der Hand des staatlichen Forsts.

Nachdem sich der Gemeinderat vor dem Votum der Breitenbacher am 26. September erneut positioniert hat, bekräftigt auch die Initiative ihren Standpunkt. „Unser Wald in sicheren Händen! – Ja zum Forstamt“, lautet der Titel der Position der Initiatoren des Bürgerentscheides, Andreas Bauer, Martin Tiator und Silvia Philipp. Sie sind davon überzeugt, „die Kompetenz des staatlichen Forstes sichert den Erhalt unseres Waldes für unsere Kinder und Enkelkinder“, heißt es im Text der öffentlichen Bekanntmachung.

Der Forst sei dem Gemeinwohl unterstellt, eine private Firma arbeite gewinnorientiert. Die Initiatoren fürchten, dass die Gemeinde bei einer Verpachtung des Waldes die Kontrolle darüber verliert, wie viel Holz tatsächlich eingeschlagen wird. Zumal: eine private, gewinnorientierte Bewirtschaftung des Waldes das Thema Nachhaltigkeit ausschließe. Die Initiatoren des Bürgerentscheides fordern: „In Zeiten des Klimawandels keine Experimente mit unserem Wald.“ Weiterhin sei nur beim Forstamt die Brennholzversorgung vor Ort gesichert.

Zweites Bürgerbegehren

Die Initiative hatte sich nach einem Beschluss des Ortsgemeinderates im vergangenen Jahr formiert, nach dem eine Firma künftig den über 200 Hektar großen Gemeindewald bewirtschaften soll und nicht mehr Landesforsten. Ein angestrengtes Bürgerbegehren war erfolgreich, sodass am 26. September die Breitenbacher Bürger entscheiden. Es ist der bisher zweite Bürgerentscheid im Landkreis Kusel. Im Juni 2017 hatten die Kuseler per Bürgerentscheid für den Erhalt des Hauses Sauvage abgestimmt.

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