VG Bruchmühlbach-Miesau Alexander Weis mit Umwelt- und Naturschutzpreis ausgezeichnet
Den in Miesau lebenden Naturschützer zeichnete Bürgermeister Christian Hirsch (SPD) zu Beginn der jüngsten VG-Ratssitzung in einer kleinen Feierstunde mit dem Preis aus. Die Auszeichnung wird von der Verbandsgemeinde seit 1998 alle zwei Jahre an Personen oder Institutionen vergeben, die sich in besonderem Maß um Belange des Natur-, Arten- und Umweltschutzes im Bereich der VG oder darüber hinaus verdient gemacht haben.
In seiner Laudatio betonte der Bürgermeister, dass Weis als langjähriges aktives Mitglied der Ortsgruppe des Naturschutzbundes (Nabu) Deutschland ein überzeugter Botschafter für die Belange des Naturschutzes sei – nicht nur in der VG Bruchmühlbach, sondern in der ganzen Westpfalz. Mit dem privaten Ankauf ökologisch wertvoller Flächen in der Gemarkung Niedermiesau habe der Ausgezeichnete schon vor Jahren seine Uneigennützigkeit in Sachen Naturschutz bewiesen. Später habe er mehr als zwei Hektar seines Grundbesitzes der Ortsgemeinde Bruchmühlbach-Miesau zur Realisierung des Umweltschutzprojektes „Himmelseiche“ zur Verfügung gestellt.
Preisträger überwacht Vogelarten
Besonders engagierte und engagiere sich Weis bei der Realisierung und späteren Betreuung des Naturschutzprojekts „Kranichwoog“ bei Hütschenhausen, das unter der Federführung des Nabu Rheinland-Pfalz vorangetrieben wurde. Bei der Umsetzung habe der in Bruchmühlbach geborene Weis eine wesentliche Rolle gespielt. Der Preisträger beobachte seit mehr als 20 Jahren die Kraniche in der Westpfalz, die auf ihrem Weg zu und von den Winterquartieren zwei Mal im Jahr die Region überqueren. In der Westpfälzer Moorniederung legen sie bisweilen eine Rast ein, bevor sie weiter in Richtung Afrika fliegen.
Heute kümmere sich Weis für den Nabu um die ganzjährige Überwachung aller Vogelarten, die den Kranichwoog anfliegen, begleite in der Westpfälzer Moorniederung das Monitoring des vom Aussterben bedrohten Wachtelkönigs sowie die Zählung von Kormoranen und Saatkrähen. Er habe einen Ruf weit über die Grenzen der Region hinaus als profunder Kenner der Vogelwelt in der Westpfalz. „Seine Arbeit kommt von Herzen und sein Wissensstand in Sachen Natur und Ornithologie ist enorm“, sagte Hirsch bei der Verleihung des mit 300 Euro dotierten Preises. Weis war von der SPD-Fraktion im VG-Rat nominiert worden.
Weitere Projekte in der Auswahl
Wie der Bürgermeister weiter berichtete, seien im vergangenen Jahr drei Vorschläge für den Umwelt- und Naturschutzpreis eingegangen. Wer den Preis erhalte, entscheide der Haupt- und Finanzausschuss der VG, wobei zuvor die Expertise des Beirats für die Landespflege sowie der Unteren Landespflegebehörde bei der Kreisverwaltung eingeholt würde.
Vorgeschlagen für den Preis 2025 wurden neben Alexander Weis auch das Alten-, Pflege- und Übergangsheim Schernau für ein nachhaltiges Natur-Inklusionsprojekt sowie Marlen Hausmann und Svenja Dort für die Gestaltung des naturnahen Außengeländes der Kita „Haus für Kinder“ in Miesau. Die beiden anderen Projekte erhielten ebenfalls eine Anerkennung in Form einer kleinen finanziellen Zuwendung, kündigte der Bürgermeister bei der Preisverleihung an. Weiterhin wurde angeregt, die Richtlinien aus dem Jahr 1998 zu überarbeiten, damit zukünftig bei mehreren Vorschlägen der Preis aufgeteilt werden könne.