Germersheim
Zufahrt zum Prinzessinnenturm an der Hochschule bald frei
Seit Anfang Februar dieses Jahres ist ein Teil der Straße An der Hochschule gesperrt. Ebenso der davor liegende Kreuzungsbereich Zeppelin- und Orffstraße direkt an der Sparkasse. Deutlich hebt sich der neue Mini-Kreisel mit seiner Pflasterung aus der Baustelle hervor. „Voraussichtlich Anfang bis Mitte Dezember sollen Teile des ersten Teilbereichs freigegeben werden“, kündigt Baudezernent Sascha Hofmann an. Eine Einfahrt in die Königstraße werde es aber vorerst nicht geben. Die Zufahrt zu den Grundstücken und dem Parkplatz des Appartementhauses (Prinzessinnenturm) werde zugänglich sein. Danach gebe es eine Weihnachtsruhe und dann werde voraussichtlich im Januar „mit dem zweiten Bauabschnitt“ begonnen. Der erstreckt sich Hofmann zufolge von der Einmündung Königstraße bis zur Fronte Beckers. „Das heißt aber nicht, dass gleich alles aufgerissen wird“, sagt der Erste Beigeordnete der Stadt.
Steine verspätet geliefert
Asphalt fristgerecht zu bekommen sei derzeit nicht immer einfach. Die Pflastersteine aus der Westpfalz für den Kreisverkehr seien beispielsweise im Frühjahr bestellt und mit Wochen Verspätung geliefert worden, verdeutlicht Hofmann die Probleme am Bau, die zu Verzögerungen von bis zu zwei Monaten geführt haben. Wie auf allen Baustellen nahe von Festungsgebäuden muss mit Überraschungen gerechnet werden. So habe an einigen Stellen Sand ausgetauscht werden müssen. Auch seien zwei dicke Kabelstränge gefunden worden, die „anfangs niemanden gehörten“, erzählt Hofmann. Dann habe sich herausgestellt, dass ein Kabel eine Verbindung zwischen Kasernen gewesen sei und dieses somit der Bundeswehr gehört. Das andere sei im Besitz der Telekom. Damit dies beim zweiten Bauabschnitt anders verlaufe, gebe es davor ein Koordinierungstreffen aller Beteiligten, bei dem jeder gefragt wird: „Ist das deine Leitung.“ Die Kostensteigerung hält sich Hofmann zufolge derzeit im Rahmen.
Der Ausbau der Straße An der Hochschule wird deren Charakter verändern. Rund 15 Parkplätze wird es in der gesamten Straße weniger geben. Erstmals geht die Stadt weg von ihrem Radwege-Konzept und lässt Radfahrer und Autofahrer sich den Verkehrsraum Straße wieder teilen – wie es früher üblich war. Erreicht werden soll, dass mehr Rücksicht aufeinander genommen, weniger schnell innerorts gefahren wird. Dem entsprechend wurde eingangs der Straße der Mini-Kreisel gebaut, der überfahren werden kann. Doch für tiefer liegende Autos, die oft schwungholend von der Zeppelin- in die Orffstraße brausten, wird dies so nicht mehr möglich sein.
Uni-Eingang neues Gesicht
Inzwischen ist der Teil der Ludwigstraße von der Bäckerei Schwab (Königsplatz) bis zur Uni von der Stadt als allgemeiner Verkehrsraum eingezogen. Dem Ausbau zur kleinen Fußgängerzone zwischen den Außenbestuhlungen der Gaststätten und des Cafés steht somit nichts mehr im Wege und kann mit der Umgestaltung des Eingangsbereichs zum FTSK (Fachbereich Translations-, Sprach- und Kulturwissenschaft) erfolgen. Zum Eingang hin werde es die größten Veränderungen geben. Die Straße wird dort verschwenkt, „um den Verkehr und vor allem Raser auszubremsen“, wie Hofmann in einem früheren Gespräch sagte. Die Fläche soll einen Platzcharakter bekommen. Damit ist die Ludwigstraße aber von der Straße an der Hochschule aus nicht mehr befahrbar. Abhilfe wird mit der Zufahrt zur Ludwigstraße über die Königstraße und der Straße entlang des Finanzamtes am Königsplatz geschaffen.